Angela Krauß: Wie weiter

2015-06-15 10.01.32 (281x300)

Eine Schildkröte, die nur Spitzwegerich frisst. Die Laute der Tiere im nahegelegenen Zoo. Ein Mann, namens Roman, der angesichts der äußeren Umstände verstummt. Eine Frau, die nachts mit ihren „Liebesmenschen“ telefoniert, wenn sie nicht schlafen kann. Allein für dieses Wort „Liebesmenschen“ bin ich der Autorin dankbar.

Angela Krauß erzählt von inneren und äußeren Bewegungen einer Frau in unruhigen Zeiten. Zeiten des Wandels, Wendezeit. Ihre poetische und zugleich so direkte Sprache beeindruckt. Durch Rückblenden erweitert sie die Perspektiven der Protagonistin, Vergangenheit ist immer auch im Bezug zur Gegenwart zu sehen. Auch die eigene Kindheit, das Heranwachsen und das, was man mit auf den Weg bekommen hat.

Wie weiter, fragt sie. Sich und die nahen Menschen und es ergibt sich schon aus dem Gespräch ein Weiter. Tu irgend etwas Kleines, dann geht es schon, antwortet dann auch der ferne, nahe Freund in Übersee.

Und so wird es auch gelingen. Irgendwie.

Dass ich dieses wunderbare Buch in einer Ferienwohnung auf Hiddensee (neben Pilcher & Co, aber auch in Gesellschaft von Handke und Schädlich) vorfand, erstaunte mich, verstärkte aber den Lesegenuss ungemein!

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