Ursula Krechel: Stark und leise Jung und Jung Verlag

Buchcover und Zeichnung 004

Ursula Krechel ist Lyrikerin und Romanautorin. Sie schreibt Gedichte, die ich sehr mag. Und sie schrieb den Roman „Landgericht“, der 2012 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Ihr neuestes Buch ist nun ein Sachbuch und ist es auch wieder nicht. Denn es sind literarische, sprachlich sehr schön gearbeitete Essays.

Krechel wählte Frauen, Künstlerinnen, über die es einiges zu sagen gibt und erzählt eindringlich Biografisches. In den Lebensbeschreibungen finden sich für mich ganz neue Anknüpfungspunkte. Dabei sind Frauen, die ich bisher nicht kannte oder aber Details über von mir geschätzte Künstlerinnen, die mich überraschten.

Die einzelnen Kapitel sind chronologisch geordnet und enthalten am Schluß Hinweise auf Werke und weiterführende Lektüre. Mit dabei sind z. B. Caroline von Günderode, Hannah Höch, Irmgard Keun, Ingeborg Bachmann. Was mich besonders freut: die beiden zeitgenössischen Lyrikerinnen Elke Erb und Friederike Mayröcker. Aber auch unbekanntere Namen wie: Ruth Landshoff-Yorck, Irene Brin, Christa Reinig

Pionierinnen heißt der Untertitel des Buches. Und mir scheint, das trifft es irgendwie sehr genau.

„Stark und leise“ erschien im Jung und Jung Verlag. Eine Leseprobe gibt es hier.

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