Welttag der Poesie: Marina Büttner „Ein Tagenichts“

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Ein Tagenichts

Im Land herum und hingetuscht
die Felder abgeflammt und leer
im Liegestütz die Schubumkehr
gespürt die Wälder innig fremd.

Dann: Minutentage, zeitverzögert,
selbstgebrannt, die Kehle keimt
Gefahr knirscht im Gefieder.
Kein Tag ohne Schutzhelm und

Rückstrahler malen Luftlinien.
Auf handlichen Wegen, auf brachen
Feldern, im Papierflieger den Bach
überquert, während gehäckselte Spreu

Worte vom Wind trennt, ergebnislos
Zweige die Büsche durchkämmen und
Blätter auf Bindfäden, Spinnweben
über Land gespannt, ein Dutzend pro Tag

mit der eigenen Natur um die Wette
gerannt, doch nichts gewonnen. Wer
mit Schneeflocken jongliert statt mit
Kieseln, spürt die Zartheit, zielt ins Licht.

©Marina Büttner Tusche und Text

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2 Gedanken zu “Welttag der Poesie: Marina Büttner „Ein Tagenichts“

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