Juan Gómez Bárcena: Kanada Secession Verlag

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Es ist ein Roman, zu dem sich kaum Worte finden lassen. Atemlos, gebannt, fast an einem Stück habe ich ihn gelesen. Und jetzt Sprachlosigkeit infolge des Raums und der Sprachlandschaft dieses Romans, der Fülle und zugleich der Leere …

Juan Gómez Bárcena war eine Empfehlung Alexander Weidels vom Secession Verlag für Literatur. Ohne ihn hätte ich das Buch vermutlich nicht gelesen. Im Wust der Bücherfluten wäre er untergegangen. Ich bin froh, dass das nicht passiert ist. Mir wäre etwas entgangen, was für mich unvergleichlich gute Literatur ausmacht. Trotzdem oder gerade deshalb fällt es mir schwer über den Roman zu schreiben. Ich weiß jetzt schon, dass ich das nicht zu fassen kriege, was er transportiert in all seiner Bildhaftigkeit und was vermutlich bei jedem/jeder Leser/in ganz anders ankommt. Und ich weiß, dass es anderen bei der Lektüre ähnlich ging.

Gleich vorweg: Stefan vom Blog Poesierausch hat eine Rezension über „Kanada“ geschrieben, die kaum etwas über den Inhalt verrät. Möglicherweise ist die Lesart, ohne etwas vorab zu wissen eine ganz gute Herangehensweise. Wer also nicht gespoilert werden will, der lese auf Poesierausch. Ansonsten ist hier meine Besprechung:

„Kanada ist eine Empfindung, ein Schütteln, ein Schlag, den man nicht verstehen kann und der aus diesem Grund niemals verschwindet, während dein Leben vor dem Krieg nur ein Konzept ist, eine Idee, die sich auflöst, sobald man sie erklärt.“

Zunächst klingt der Titel ganz harmlos. Kanada. Doch dann spielt der Roman in Ungarn. Und erst auf Seite 124, zumindest ich wusste es vorher nicht, erfahre ich von den Erlebnissen des Protagonisten in „Kanada“. Gemeint ist nicht das Land in Übersee. Furchtbare traumatisierende Erfahrungen macht dieser Mann und kann nicht wieder in sein Leben zurück, weil er eigentlich nicht mehr lebensfähig ist. Was er durchgemacht hat, versteht niemand. Auch nicht der „nette“ Nachbar, der sich in der Zeit seiner Abwesenheit um das Haus gekümmert hat. Trotzdem wurde es geplündert. Dem/r Lesenden wird klar, warum. Die Stadt ist von den Bomben des Zweiten Weltkriegs völlig zerstört. Der Mann verkriecht sich im Haus. Anfangs glaubt der Nachbar, der ihm regelmäßig Essen bringt, dass er bald wieder anfangen wird zu arbeiten. Versucht zu vermitteln. Doch nach dem Krieg haben die Kommunisten das Land übernommen. Mit einer Arbeit wird es nichts. Der Mann zieht sich in sein ehemaliges Büro im Haus zurück und verlässt es nicht mehr, zieht sich immer mehr in sich zurück. Man erfährt, dass er ein Zahlengenie ist, dass er einmal Dozent war, ein versierter Astrophysiker. Dass er das Lager nur überlebt hat, weil er diese Begabung hat. Doch auch jetzt in der Freiheit kann er nur weiter dahinvegetieren, mehr Tier als Mensch. Der Nachbar quartiert im restlichen Haus Mieter ein und verdient Geld damit. Jahre vergehen. Das Kind der Nachbarin wird vom Säugling zum Schukind. Wie viele Jahre wirklich vergehen, erfährt man erst, als es plötzlich Straßenkämpfe gibt, sowjetische Panzer durch die Stadt rollen. Es ist also der Ungarnaufstand 1956, als sich das Land gegen die Besatzungsmacht, die Sowjetunion auflehnt.

„Der Schuld lässt sich auf die ein oder andere Weise trotzen. Unschuldig zu sein, ist dagegen ein Gewicht, das dich zerquetscht. Unschuld stellt die ganze Welt bloß. Wenn es möglich ist, die härtesten Strafen grundlos zu erleiden, dann wird die  Wirklichkeit schuldig und verliert ihren Sinn –“

Der gebrochene Mann – nur ein einziges Mal erfährt man seinen Namen, János Kövári – nimmt kaum noch etwas außerhalb war, er fantasiert in Wahnvorstellungen, absurden Träumen oder sind es Retraumatisierungen? Erst am Schluss, als alles rückwärts läuft, scheint vollkommene Klarheit in den Mann zurückzukehren. Es ist wie ein Abspann. Er sieht sich und seine Familie unversehrt aus dem Zug aussteigen und ins Haus zurückkehren mit allen Koffern und sieht aus dem Fenster, wie der Nachbar den Schergen den Weg zu seinem Haus weist …

Die Entpersonalisierung oder Abspaltung wirkt besonders stark durch die Erzählform aus der Du-Perspektive. Und auch deshalb kommt mir die Geschichte besonders nah. Und tut weh. „Kanada“ ist ein Roman, der schmerzt, schmerzen muss, weil Literatur mitunter so sein muss. Große Literatur ist für mich keine, die unterhaltsam ist, sondern eine, die mich auch an meine Grenzen bringen darf. Das tut Bárcena mit diesem unfassbaren Buch. Und gerade deshalb leuchtet dieser Roman in all seinen Schrecken und seiner Düsternis.

Der Roman des 1984 in Spanien geborenen Juan Gómez Bárcena erschien im Secession Verlag für Literatur. Genial übersetzt wurde es von Steven Uhly. Er ist wie immer fein ausgestattet und fadengeheftet. Papiersorte und Schriftart kann man im Impressum nachlesen. Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

Hinweis: Der Umstand, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, hat keinerlei Auswirkung auf meine Wahrnehmung und Rezension des Buches.

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Hagar Peeters: Malva Wallstein Verlag

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Ein schwarzer Schutzumschlag mit einer rosafarbenen Blume, einer Malve. Ich erkenne sie, weil ich sie selbst in meiner Sommerblumensammlung aussähe. Die Heldin und Ich-Erzählerin des Romans wurde nach dieser zarten Blume benannt. Doch darunter, und das wird mir später erst klar, kann man ein weißes großes Semikolon erkennen. Nicht von ungefähr, denn Malva Marina Trinidad del Carmen Reyes, die unbeachtete, verlassene Tochter des großen Dichters Pablo Neruda sieht sich selbst als solch ein Satzzeichen.

„… wie mein Vater behauptete, das Semikolon charakteristisch ist für die Gestalt, die ich auf Erden war, mit meinem kleinen Körper, wie ein Komma, ein krummer Strich, ein gewundener Wurm, und mit meinem immer mehr anschwellenden Schädel, wie ein grotesker Punkt, der sich selbst entstieg und dem Himmel entgegenwuchs; jenem einen großen, mich nun doch beherbergenden Jenseitshimmel.“

Malva wird nur 8 Jahre alt. Sie stirbt an Gehirnwassersucht, auch kurz Wasserkopf genannt. Am Anfang des Romans beobachtet sie von ganz weit oben die riesige Beerdigung ihres berühmten Vaters, der sie und ihre Mutter verlassen hat und sich lieber als Kommunist um die Gerechtigkeit in der Welt gekümmert hat, statt ihr ein Vater zu sein.

„So ein Detail, sagte ich, darum geht es und nicht um die perfekten Proportionen oder den Goldenen Schnitt oder die große Geste oder die rassereine Vollkommenheit oder die ewige Wahrheit oder den Nobelpreis für Literatur. Aber wer bin ich, um das zu sagen? Ich bin schließlich schon längst tot.“

Malva „lebt“ nun im Himmel. Sie hat sich gute Gesellschaft gesucht: Da ist Oskar Matzerath, genau, der aus der Blechtrommel, da gibt es den Sohn Arthur Millers, die Tocher von James Joyce. Malva verehrt die polnische Lyrikerin Wislawa Szymborska (hier scheint mir ein Fehler vorzuliegen, denn Szymborska starb erst im Jahr 2012, aber vielleicht wird das im Jenseits nicht so genau genommen) der sie oft Fragen stellt und kann den Geschichten Roald Dahls einiges abgewinnen. Selbst Sokrates wird in Gespräche verwickelt.

Von dieser hohen Warte aus berichtet sie von Szenen im Leben ihres Vaters, der sich diversen Geliebten zuwandte und sich immer mehr in die Politik und den kommunistischen Klassenkampf stürzte. Zwischen Bewunderung und Hass schwankt Malva, was ihren Vater betrifft. Die Mutter liebt sie, obgleich auch sie sie verließ und in eine holländische Pflegefamilie gab, um Geld zu verdienen, da vom Vater nichts zu erwarten war. Selbst als die Mutter nach Malvas Tod, ihren Exmann bittet sie aufgrund des Krieges und der Besatzung der Niederlande durch die Nazis zurück nach Chile zu holen, verweigert er dies und sie wird kurz vor Kriegsende noch für einige Wochen ins Durchgangslager Westerbork eingeliefert.
Zeitweise wendet die Hauptfigur Malva sich in persönlicher Rede direkt an die Autorin, deren Familiengeschichte gewisse Schnittmengen mit der Malvas Familie aufweist.

Was für eine irre Idee der Autorin! Die toten, ehemals verlassenen Kinder berühmter Eltern suchen sich auf der Erde ihre Biographen aus und flüstern ihnen die Sätze ihres Lebens ein. In Hagar Peeters hat Malva die ideale Biographin gefunden, denn die Autorin beherrscht die Sprache, biegt sie, verziert sie, lässt sie tanzen und tosen. Und lässt Pablo Neruda beinahe blass aussehen. Hier ist deutlich zu spüren, dass Peeters eine preisgekrönte Lyrikerin ist. Auch die Übersetzerin hat hier einiges geleistet.

Die im Leben ausgeschlossenen Kinder bilden im Jenseits eine eingeschworene Gemeinschaft, Arthur Millers von ihm verschwiegener Sohn Daniel mit Down-Syndrom, Lucia, die verrückte Tochter James Joyce, der nicht wachsende Blechtrommler Oscar und Malva mit dem Wasserkopf. Viele weitere Kinder wollen aufgenommen werden, etwa Rousseaus Kinder, die er alle ins Kinderheim steckte, während er seelenruhig ein Buch über Erziehung schrieb. Und Albert Einsteins, als schizophren diagnostizierter Sohn Eduard, dessen Vater ebenfalls die Frau wechselte und nichts hinterließ.

„Ach Hagar, das waren einfach nur ein paar bekannte Fälle, aber die Zahl der vernachlässigten Kinder von intelligenten, kreativen und kunstsinnigen Vätern ist endlos. Aus Anlass des Falles von Paul Gauguin, der seine Familie verließ, um auf Tahiti edle wilde Frauen zu malen, hat der Philosoph Bernard Williams sogar einen Terminus dafür geprägt: moral luck. Moralisches Glück wird berühmten und erfolgreichen Männern zuteil, die ihre Kinder im Stich lassen. Sie kommen damit davon, wenn sie ihre gewonnene Freiheit nutzen, um der Menschheit unsterbliche Kunstwerke zu schenken.“

Hagar Peeters Roman ist in vielen Aspekten bezwingend. Scharfsinnig klagt sie Ausgrenzung an und findet eine Stimme für Frauen und Mütter und für „behinderte“ Kinder. Wie sie in ihrem Roman eine Lösung für deren Leid im Jenseits findet, gefällt mir außerordentlich gut und lässt mich getröstet und versöhnlich zurück. Ein Leuchten!

Der Roman „Malva“ der 1972 geborenen Niederländerin Hagar Peeters erschien im Wallstein Verlag. Übersetzt hat es Arne Braun. Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

Hinweis: Der Umstand, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, hat keinerlei Auswirkung auf meine Wahrnehmung und Rezension des Buches.

A. L. Kennedy: Süßer Ernst Hanser Verlag

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Ein neuer Roman von A. L. Kennedy kommt immer zur rechten Zeit. Auf dem Cover sind unzählige digitale Zeitanzeigen abgebildet. Es sind die Uhrzeiten, die auch Überschrift für jedes neue Kapitel sind. „Süßer Ernst“ spielt an einem einzigen Tag in London und ist eine Art Dialogroman mit vielen schräggedruckten Sequenzen. Es sind innere Selbstgespräche, die immer aus dem Kopf der Protagonisten direkt und unverblümt in die Leser_innen hineinerzählt werden. Der Bewußtseinsstrom der beiden Hauptfiguren verrät gleich von Anfang an viel über sie selbst. Wechselweise kommen Meg und Jon zu Wort. Beide, wie könnte es bei Kennedy auch anders sein, sind gebeutelte, vom Leben gezeichnete Personen, die versuchen in Richtung einer Beziehung zu gehen.

Jon, frisch geschieden von Valerie, eine fast erwachsene Tochter, Rebecca, mit der es auch schwierig ist, mag sich nicht. Er ist „Staatsdiener“. Er arbeitet für die Regierung, oft tatsächlich dienernd, und kennt nicht viel mehr als seine Arbeit. Eines Tages kommt er auf die seltsame Idee, als Ausgleich Briefe zu schreiben:

„Maßgeschneiderter Service: Handgeschriebene Briefe nach den Bedürfnissen der anspruchsvollen Frau. Zuneigungsbekundungen und Respekt wöchentlich geliefert. Antwort nicht erforderlich. [ … ]
Die ganze Sache war am Ende dreiunddreißig Wörter lang, und man hatte nicht damit rechnen können, dass sie einem hochexplosiven Sprengsatz gleichkamen.“

Meg ist gescheiterte Wirtschaftsprüferin, sprich insolvent, sprich pleite. Sie arbeitet inzwischen in einem Tierheim in der Verwaltung und ist dabei, mangels anderer Liebe, sich in einen der Hunde dort, den Spaniel Hector, zu verlieben. Auch sie ist nicht sehr überzeugt von sich. Obwohl sie inzwischen ein ganzes Jahr trockene Alkoholikerin ist.

„Sie allerdings gehörte zu denen, die einen Gedanken verschwendeten. Sie interessierte sich für Schäden, konnte man sagen: für Schäden und Lücken. Konnte beides lehrreich sein.“

Und so liest man, wie die beiden hadern, sich selbst bezweifeln, Blicke zurück werfen, grübeln, innerlich vor sich hin schimpfen, selten still innehalten. Was beide bewegt und weiter treibt, ist dass, was in Kennedys Büchern in der ein oder anderen Form immer thematisiert wird: Wie funktionieren Beziehungen? Hier ist es die Sehnsucht nach Zärtlichkeit, Berührung und Nähe im mittleren Alter. Und die Angst davor.

So schwanken wir hin und her zwischen beiden und tauchen immer tiefer in den Gedankenstrom von Uhrzeit zu Uhrzeit, bis es nachmittag wird und ihre Verabredung ansteht. Denn Meg will Jon treffen, der „Süße Ernst“ in seinen Briefen hat sie für ihn eingenommen. Doch daraus wird zunächst nichts: Jon erhält einen wichtigen Auftrag von seinem Chef, unverzüglich auszuführen. So muss er das Treffen mit Meg verschieben. Als das erledigt ist, ruft ihn seine Tochter zu Hilfe, sie hat Liebeskummer und braucht Trost. So muss er Meg erneut vertrösten. Und dann wieder der Chef, der das Ergebnis seines Auftrags erfahren will. Meg nimmt die wiederholten Verzögerungen zunächst einigermaßen gelassen, weil sie es sich vorgenommen hat, nicht so zu reagieren, wie sie es früher getan hätte. Und weil sie zu spüren glaubt, dass Jon ganz ähnlich tickt wie sie, obgleich sie so unterschiedliche Leben führen. Und dass eine solche Chance womöglich nicht wiederkommt. Sie sind beide nicht mehr jung und beide fragil und allzu leicht verletzlich.

Abgesehen davon, dass nicht jeder kleinste Gedanke der Protagonisten wichtig ist (vor allem bei Ihm; denn wenn Sie ausführlichst und bis ins Detail darüber nachgrübelt, abwägt, welchen Kuchen sie mit zur Arbeit bringen könnte (denn das ist allmonatlich so üblich unter den Angestellten), selbst gebacken oder gekauft? irgendwelche Allergien?, Schoko oder Käse?, damit auch ja alle Kollegen zufrieden sind, dann ist das himmlisch) für das Funktionieren der Story, ist auch das Schrägedruckt-Lesen auf Dauer etwas anstrengend. (Nachtrag: Man gewöhnt sich dran.)

Etwas kürzer wäre vielleicht auch besser gewesen. Was zunächst die Spannung steigen lässt, wird auf den letzten 100 Seiten (von 550) dann doch etwas zu langwierig. Denn als sie sich dann endlich doch noch treffen, in der Nacht, ist es teils unerträglich, wenn nur noch ein stotternder Mann und eine dagegen klar denkende Frau zu hören sind, wenn man den kompletten inneren Monolog zweier Menschen hört, die sich mögen, sich aber aus ihrer großen Verletztheit heraus, dem anderen kaum anvertrauen können. Zwei Menschen, die von Minderwertigkeitsgefühlen und von Selbsthass zerfressen sind … Aber das kennen wir ja von Al. L. Kennedy. Und lieben wir. Wir Kennedy-Leser_innen. Wir, die wir uns Kennedy zumuten …

Was am Ende bleibt:

„Ein zerknittertes Paar sitzt auf einem Hügel oberhalb einer bekannten Metropole.
Sie sitzen nebeneinander und lachen.
Sie sitzen nebeneinander und weinen.
Sie möchten lieber hier sein und daran sterben als anderswo sein.
Hier ist es.“

Kennedys Sprache ist ein Mix aus raffinierter, oft witziger Wortfindung kombiniert mit mal schnoddriger, mal zarter Stimme, immer jedenfalls mit großer Hingabe an ihre Figuren. Ich glaube, sie liebt ihre Helden und Heldinnen. Das zeigt sich im ganzen Text.

A. L. Kennedys Roman erschien im Hanser Verlag. Übersetzt aus dem Englischen haben  Ingo Herzke und Susanne Höbel. Eine Leseprobe gibt es hier. Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.
Ich habe hier auf dem Blog außerdem Kennedys Buch übers Schreiben vorgestellt.

Hinweis: Der Umstand, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, hat keinerlei Auswirkung auf meine Wahrnehmung und Rezension des Buches.

Das Debüt 2018 – Bloggerpreis für Literatur: Meine Favoritinnen

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Favoritin von Anfang an und mit 5 Punkten meine Gewinnerin ist Verena Stauffer mit „Orchis“:

Es ist ein sehr sinnlicher Roman, den Verena Stauffer als ihr Debüt geschrieben hat. „Orchis“ ist ein Abenteuerroman, ein Roman der in eine duftende, bunte, mystische Welt entführt, die seinen Hauptprotagonisten nicht mehr aus lässt. Und mich als Leserin auch nicht. Ich bin vollkommen entzückt von dieser Geschichte, die von wundervoller Phantasie und großer Erzählbegabung der Autorin zeugt. Blühendes Leuchten!

Auf Madagaskar wächst nicht nur der Pfeffer, sondern auch die seltensten Orchideenarten. Der junge Botaniker Anselm ist auf der Suche nach einer ganz bestimmten Art. Der kühle europäische Wissenschaftler gelangt schon beim Betreten der Insel in eine andere Sphäre. Mithilfe eines einheimischen Führers und in Begleitung eines englischen Forscherkollegen gelingt tatsächlich der sensationelle Fund: Die Orchidee der weiße Stern wächst hier zuhauf und wird schleunigst auf ein Schiff Richtung Europa gebracht.

Die Insel hat ihn verzaubert. Die Pflanzen und wohl auch der einheimische Führer Isaac. Als bei einem Sturm die kostbare Fracht über Bord geht, gerät Anselm vollends in wahnhafte Verzweiflung. Und so darf der/die Lesende erleben, wie Anselm selbst bewachsen wird von einer seiner Stern-Orchideen. Nie ist man im Verlauf sicher, ob die Orchidee wirklich auf Anselms Schulter wächst. Doch scheint sie sonst keiner zu sehen. Aufgrund des totalen Rückzugs in sich selbst, schicken in die besorgten Eltern schließlich in eine Nervenheilanstalt. Doch es dauert Monate und bedarf eines Tricks des Arztes, bis Anselm wieder der alte ist.

„Er habe den Eindruck, Anselm sei seelisch gestürzt, er sei, um den Vergleich mit einer Blume anzustellen, […] in vollster Blüte, vielleicht mitten in einem Moment der Euphorie plötzlich abgeknickt worden, und hätte daraufhin, gleich einer Blütenpflanze, beschlossen, sich in das tiefste Innere seiner Zwiebel zurückzuziehen, um eine schwierige Zeit zu überdauern.“

Dann folgt flugs die Berufung an die Universität. Es ist die Zeit von Darwins späten botanischen Forschungen, denen Anselm mit eigenen Theorien beikommen will. Vollkommen überdreht und impulsiv verhält er sich, wenn es um neu zu entdeckende Orchideen geht. Anselm hat enorm viel Fantasie und keinerlei Zweifel an seinem Können und Erfolg. Und statt einen prominent angekündigten Vortrag in London zu halten, bricht er kurzerhand und überstürzt auf, um in China eine sagenumwobene neue Schönheit zu finden und seiner Sammlung einzuverleiben. Dass ihm ein neidischer Botaniker damit eine böse Falle stellen wollte, merkt Anselm nicht und das ist auch gut so, denn so landet er nach langer Schiffsreise in der Tat im fernen China auf der Suche nach dem chinesischen Frauenschuh und findet viel mehr als das.

„Wenn es regnete, spürte Anselm, wie unbeeinflussbar der Lauf der Dinge war. Es war, als sei alles immer genauso gewesen und als würde es nie anders sein, deshalb war jede Zeitmessung irrelevant, dachte er, da es keine Möglichkeit des Hinauskommens über das >Jetzt< gab, …“

Verena Stauffers Sprache ist poetisch und sie weiß damit sehr plastisch und sinnesfreudig ihre Figuren und Geschehnisse zu formen. So fügt sie immer wieder Träume und Abzweigungen in Anselms Gedankenwelten ein, dass man ins Überlegen kommt, was ist nun Traum, was Wirklichkeit. Oft haben Anselms Erlebnisse auch etwas märchenhaftes. Man könnte wohl auch das Stichwort „Magischer Realismus“ ins Spiel bringen. So weiß man nicht genau aus welchem Land Anselm kommt. Es ist von Krieg und Umstürzen die Rede, die Anselm jedoch nicht interessieren. Manchmal hätte ich gerne bei einem Erzählstrang, mit mancher Figur noch länger verweilt, doch die Autorin strebt weiter und findet schließlich einen ganz wunderbaren stimmigen Abschluss dieser exotisch leuchtenden Geschichte.

Der Roman erschien im Verlag Kremayr & Scheriau und ist auch äußerlich fein ausgestattet.

 

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Sehr dicht, fast gleichauf, folgt Bettina Wilpert mit „Nichts, was uns passiert“. Sie erhält von mir 3 Punkte:

„Auch wenn man als Frau anscheinend immer damit rechnen muss
und es das Schlimmste zu sein scheint, was passieren kann, ist es doch
nichts, was wirklich geschieht. So wie es keinen Krieg in Deutschland
gibt oder man ständig Angst haben muss zu sterben. Vergewaltigung
passiert anderen Leuten.“

Ungewöhnlich angelegt hat Bettina Wilpert ihren Debütroman über eine Vergewaltigung. Er speist sich aus verschiedensten Stimmen, die alle über das Geschehnis berichten und doch sagt jede etwas anderes. Selbst die beiden Stimmen der tatsächlich Beteiligten werden hinterfragt. Dieses Buch zu lesen, bedeutet, auch die eigene Stimme am Ende einzubringen, sich ein Bild zu machen, nicht unbeteiligt zu bleiben.

Ausgangspunkt ist Leipzig im Sommer der Fußball-WM 2014. Die Studentin Anna und der Doktorand Jonas lernen sich durch Freunde kennen und merken, dass sie ähnliche Interessen haben, nämlich Literatur und Osteuropa. Anna selbst stammt aus der Ukraine, Jonas hat ein Praktikumsjahr dort verbracht und so kommt es zwischen beiden zu regen Diskussionen.

„Anna mochte es nie, wenn jemand fragte: Wie geht’s? Niemand erwartete eine ehrliche Antwort, die Lüge war gesellschaftlich akzeptiert. Die Leute wurden aus dem Konzept gebracht, wenn man die Wahrheit sagte: Schlecht. Oder: Scheiße. Anna hasste es, ein Gespräch auf Lügen aufbauen zu müssen, am liebsten hätte sie immer die Wahrheit gesagt, ihre echte Gefühlslage geschildert, aber das hätte gegen die Konventionen verstoßen.“

Als beide bei einer Gartenparty zuviel getrunken haben und kaum mehr zurechnungsfähig sind, kommt es laut Anna zur Vergewaltigung, laut Jonas zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr. Anna erzählt zunächst nur ihrer Schwester davon. Als Anna die Tat später anzeigt, fällt Jonas aus allen Wolken. Die „Sache“ breitet sich in Studentenkreisen recht schnell aus und je nachdem, wird Jonas oder Anna gemieden, ja ausgeschlossen. Je nachdem auf welcher Seite man steht. Denn dass man sich entscheiden muss, wem man glaubt und wem nicht, scheint ein Muss zu sein. Ein Dazwischen gibt es nicht …

„Alle sprachen darüber. Vor der Albertina diskutierten Studenten, die Hannes nie zuvor gesehen hatte, über den Fall: Über den jungen Doktoranden, der von einer Studentin angezeigt wurde, weil er sie vergewaltigt haben soll. Abends, wenn er sich beim Späti ein Radler holte und sich mit Freunden am Herderpark traf, gab es kein anderes Thema als den gewalttätigen Vergewaltigter und das schutzlose Opfer. Die junge Frau, die betrunken mit einem Mann Sex gehabt und nicht aufgepasst hat.“

Wie schwierig und unangenehm alles ist, zeigt unter anderem dann die Szene auf dem Polizeipräsidium, als sich Anna nach langem Zögern doch entscheidet Anzeige zu erstatten. Es ist eine unüberlegte impulsive Aktion, die sie später bereut. Wilpert führt hier über eine ganze Seite einen Katalog an Fragen auf, die Anna gestellt wurden, durch die man immer die Frage nach der eigenen Schuld erkennen kann, obgleich sie nie direkt gestellt wird.

„Anna wollte das alles nicht. Sie wünschte, sie hätte nie Anzeige erstattet, dann hätte niemand davon erfahren. Es ging ihr nicht darum, Jonas zu bestrafen. Nein. Sie wollte eine Entschuldigung. Sie wollte, dass er ihr in die Augen blickte und sagte: Ich habe dich vergewaltigt, es tut mir leid.
Dass sie niemals mit all dem gerechnet hätte.“

Aufgrund der vielen Stimmen, die im Roman zu Wort kommen, breitet sich eine große Spannweite aus, was denn eine Vergewaltigung genau sei, wo sie beginne und was als einvernehmlich gelte. Sehr spannend dabei ist, was die unterschiedlichen Meinungen in einem selbst als Leser auslösen. Wer lügt? Wem „glaube“ ich als Leser*in und warum? Zu welchem Schluss komme ich? Wen spreche ich schuldig? Wen frei? Wer ist Opfer, wer Täter?

Dass das alles nicht so einfach ist, verdeutlicht Bettina Wilpert in ihrem Roman. Dass, was aus einem Blickwinkel als klar und logisch erscheint, sieht von der anderen Seite womöglich anders aus. Dass die Rechtsprechung sich mit einem einfachen „Nein“ auf Annas Seite nicht zufrieden gibt und das Verfahren gegen Jonas eingestellt wird, gibt zu denken. Eine Klärung scheint schlicht unmöglich …

Der 1989 geborenen Autorin, die selbst in Leipzig studierte, macht sprachlich keine Experimente. Das Thema ist hier Experiment genug. Ihr ist ein spannendes und nachdenklich machendes Buch gelungen, dass ein Thema anpackt und damit sichtbar macht, welches in Romanen so sonst kaum zu finden ist.

Der Roman erschien im Verbrecher Verlag.

 

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Mit größerem Abstand folgt Marie Gamillscheg mit „Alles was glänzt“. Sie erhält gerade so einen Punkt. Ihre Geschichte, die in einem Gebirgsdorf spielt, dass mehr oder weniger vom Aussterben bedroht ist, gefiel mir zwar sprachlich ganz gut, bleibt aber doch sehr weit hinter den ersten beiden Plätzen zurück. Der Berg ist ausgehöhlt, das Bergwerk stillgelegt. Und auch die wenigen Menschen, die noch geblieben sind scheinen abgestumpft und leer. Ein Autounfall in den Serpentinen zum Dorf hin und der Besuch eines Fremden, der das Dorf und den Berg wiederbeleben soll, bringt kurzfristig ein wenig Bewegung in die Bewohner.

Der Roman erschien im Luchterhand Verlag.

 

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Zum Abschluss und in der Tat meilenweit entfernt von jeglicher Punktezahl:
David Fuchs mit „Bevor wir verschwinden“ und Christian Y. Schmidt mit „Der letzte Huelsenbeck“. Beide Bücher sind sofort ausgeschieden, da sie mich sowohl thematisch als auch sprachlich kein bisschen überzeugten.

Ich danke den Damen von Das Debüt, dass ich dabei sein konnte und freue mich schon aufs nächste Jahr. Nun bin ich gespannt, wie meine Jurykolleg_innen entscheiden:

Petra von Literaturreich:
 https://literaturreich.wordpress.com/2019/01/05/das-debuet-2018-bloggerpreis-meine-entscheidung/

Ruth von Ruth liest:
http://ruthjusten.de/das-debuet-2018

Fabian von Mokita:
https://www.mokita.de/blog/2019/01/06/das-debuet-2018-meine-juryentscheidung/

Janine von Frau Hemingway:
https://frau-hemingway.de/meine-stimme-fuer-den-bloggerpreis-das-debuet-2018/

Silvia von Leckere Kekse:
https://leckerekekse.de/wordpress/bloggerpreis-debuets-2018/

Eva Jancak von Literaturgeflüster:
https://literaturgefluester.wordpress.com/2018/12/08/wuerfelspielereien/

Marc von Lesen macht glücklich:
https://lesenmachtgluecklich.wordpress.com/2019/01/06/debuetpreis-2018-meine-entscheidung-keine-grossen-ueberraschungen/

Angelika von Angelikaliest:
https://angelikaliest.wordpress.com/2019/01/06/kurz-knapp-das-debuet-2018/

Jessica von misspaperback:
https://www.misspaperback.de/2019/01/meine-drei-besten-debutromane-2018-das.html

 

 

 

Kerstin Herbert vom Blog Frauenleserin stellt Fragen – Hier meine Antworten

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Eine schöne Idee hatte Kerstin Herbert. Sie rief den Blog „Frauenleserin“ ins Leben. Wie wenig Raum Frauen in allen Bereichen des Literaturbetriebs immer noch gewährt wird, ist gerade im vergangenen Jahr oft auf Blogs, in Zeitungen und in Magazinen thematisiert worden. Kerstins Aufruf gilt nun den Buchbloggerinnen und fragt nach Lesegewohnheiten. Hier sind meine Antworten auf ihre Fragen:

  • Wie hoch ist Deine „Frauenquote“? Wieviele Bücher hast Du in diesem Jahr gelesen und/oder rezensiert? Wieviele davon wurden von Autorinnen verfasst?                     Wenn ich richtig gezählt habe, sind es insgesamt 83 gelesene Bücher. Davon sind 37 von Frauen geschrieben, 42 von Männern (der Rest sind Anthologien). Es gibt also einen Männerüberhang. Wenn man aber meine 12 Favoriten ansieht, hier auf dem Blog nachzulesen, sieht das Verhältnis deutlich besser aus. Es sind 8 Frauen und 4 Männer.
  • ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
  • Welches Buch einer Autorin ist Dein diesjähriges Lesehighlight? (Warum?)
    Es ist auch nicht nur eines (siehe Blog Meine liebsten …). Dennoch nenne ich hier jetzt einfach Karen Duves Roman über Annette von Droste-Hülshoff. Denn hier verbindet sich meine Leidenschaft für schöne Sprache mit dem Inhalt, denn es geht um eine Lyrikerin, die sich als schreibende Frau behaupten muss, und oft erfolglos dafür kämpft, als Lyrikerin ernst genommen zu werden. Zudem präsentiert Duve hier eine gutes Stück Zeitgeschichte.
  • ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
  • Welche Autorin hast Du in diesem Jahr für Dich entdeckt und was macht Sie für Dich so besonders?                                                                                                                            Esther Kinsky. Ich habe den Roman „Hain“ gelesen, mit dem sie auch den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 gewann. und war beeindruckt. An Esther Kinskys Büchern mag ich vor allem die Sprache. Da wird jegliche Handlung nebensächlich. Man merkt deutlich, dass Kinsky auch Lyrik schreibt. Außerdem ist sie eine bemerkenswerte Übersetzerin. Ich habe mir nach der Lektüre gleich einen ganzen Stapel ihrer Werke zugelegt.
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  • Welche  weibliche Lebensgeschichte bzw. Biografie hat Dich in diesem Jahr besonders beeindruckt (und warum?)
    Es ist ein Roman und auch nicht komplett autobiographisch, aber eine große Wiederentdeckung, die nah an Mela Hartwigs Leben dran ist. Hartwig schreibt in ihrem Roman „Inferno“ in sehr starken Stimmungsbildern über eine Kunststudentin im Wien der 30er Jahre, die erleben muss, wie ihre Stadt von den Nationalsozialisten übernommen wird. Erst nach einem Schlüsselerlebnis erkennt sie die Ausmaße und beginnt für den Widerstand zu arbeiten.
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  • Welches Buch einer Autorin möchtest Du in 2019 unbedingt lesen?
    Da gibt es nicht nur eine. Ich freue mich sehr darauf, dass endlich wieder ein Roman der Japanerin Hiromi Kawakami auf Deutsch erscheint. Ich habe bisher alle Bücher von ihr mit Begeisterung gelesen. Außerdem gibt es neue Romane von Siri Hustvedt, Marlene Streeruwitz, Doris Knecht und Angela Krauß.
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  • Ich füge noch eine Frage hinzu, die mir besonders wichtig ist, denn auf meinem Blog spielt Lyrik eine große Rolle.
  • Welcher Lyrikband einer Autorin hat Dich in diesem Jahr über die Maßen begeistert?
    Grace Paleys wunderbarer, auch für Wenig- bis Nichtlyrikleser_innen geeigneter Band „Manchmal kommen und manchmal gehen“. Eine Perle, da sie eine Sprache spricht, die jeder versteht. Sie schrieb auch viele Erzählungen, die ich mir ebenfalls noch vornehmen möchte.
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  • Nun bin ich gespannt, wie ihr diese Fragen beantwortet. Bis 12.1.19 kann frau noch mitmachen. Beitrags-Link einfach schicken an: http://www.kerstin-herbert.de/?p=8088

Meine 10 liebsten Romane 2018 und 2 lyrische Dreingaben

Meine 10 liebsten Romane …


Tatsächlich habe ich einen der besten Romane dieses Jahres erst vor einigen Tagen gelesen, aufgrund der Empfehlung von Alexander Weidel vom Secession Verlag für Literatur. „Kanada“ ist ein immens gutes Buch, ein Einklang von Sprache und Handlung, wie es sie selten mehr gibt. Ausführlich besprechen werde ich es im neuen Jahr.
Ebenso wie den Lyrikband „Elegische Momente“ von Muriel Pic. Auch hier bin ich von Idee und Sprache enorm begeistert. Eine Empfehlung vom Wallstein Verlag. Von beiden Verlagen haben es außerdem je 2 Titel auf meine Bestenliste geschafft.

Und 2 lyrische Dreingaben:

 

Ich stelle fest, dass ich, ohne es zu beabsichtigen, überwiegend Autorinnen mit ihren Romanen und Lyrikbänden favorisiere und ein Großteil aus Indie-Verlagen kommt. Außerdem lese ich mich kreuz und quer durch die Welt. Eine schöne Bilanz!

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Obige Bilder sind verlinkt, so dass man zur Buchbesprechung kommt.  Alle leuchten. Viel Vergnügen beim Lichtfang!

 

 

23.12. Literarische Adventtürchen

Kurze Auszüge aus Büchern, die mir am Herzen liegen – Zeilen, Worte, die vielleicht in ein Leser_innenbewusstsein vordringen – Literatur, die etwas zum Leuchten bringt:
Hier sind meine literarischen Adventtürchen, tägliches Licht und auch die Tage werden wieder länger und heller …

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aus „Das große Spiel“ von Celine Minard

Zu meiner Besprechung: https://literaturleuchtet.wordpress.com/2018/03/24/celine-minard-das-grosse-spiel-matthes-seitz-verlag/

22.12. Literarische Adventtürchen

Kurze Auszüge aus Büchern, die mir am Herzen liegen – Zeilen, Worte, die vielleicht in ein Leser_innenbewusstsein vordringen – Literatur, die etwas zum Leuchten bringt:
Hier sind meine literarischen Adventtürchen, tägliches Licht und auch die Tage werden wieder länger und heller …

DSCN3171aus „Geisterbahn“ von Ursula Krechel

Zu meiner Besprechung: https://literaturleuchtet.wordpress.com/2018/10/26/ursula-krechel-geisterbahn-jung-und-jung-verlag/

20.12. Literarische Adventtürchen

Kurze Auszüge aus Büchern, die mir am Herzen liegen – Zeilen, Worte, die vielleicht in ein Leser_innenbewusstsein vordringen – Literatur, die etwas zum Leuchten bringt:
Hier sind meine literarischen Adventtürchen, tägliches Licht und auch die Tage werden wieder länger und heller …

Übersehenaus „Übersehen“ von Nataliya Deleva

Zu meiner Besprechung:
https://literaturleuchtet.wordpress.com/2018/10/16/nataliya-deleva-uebersehen-eta-verlag/

19.12. Literarische Adventtürchen

Kurze Auszüge aus Büchern, die mir am Herzen liegen – Zeilen, Worte, die vielleicht in ein Leser_innenbewusstsein vordringen – Literatur, die etwas zum Leuchten bringt:
Hier sind meine literarischen Adventtürchen, tägliches Licht und auch die Tage werden wieder länger und heller …

de mooraus „Von Vögeln und Menschen“ von Margriet der Moor

Zu meiner Besprechung:
https://literaturleuchtet.wordpress.com/2018/06/24/margriet-de-moor-von-voegeln-und-menschen-hanser-verlag/