Ragnar Helgi Ólafsson: Handbuch des Erinnerns und Vergessens Elif Verlag

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Ragnar Helgi Ólafssons zweites in deutscher Sprache erschienenes Buch beinhaltet 13 mal kurze mal längere Geschichten, die einen an die eigenen Erinnerungen denken lassen und daran wie wenig zuverlässig unser Gedächtnis ist, aber auch wie erfinderisch. Mitunter verdrehen sie einem die Gedanken so, dass man schwer jeder einzelnen Behauptung hinterherdenken kann. Manchmal fragt man sich, ob man nicht doch noch Philosophie oder zumindest die gängigen Experten studieren sollte.

Die erste Geschichte, „Der Fluchtversuch“ ist mir die liebste, zeigt sie doch, wie schwierig es ist, sich zwischen Wunsch/Zukunft und Realität/Gegenwart zu entscheiden. Es ist das typische: „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“ Oder in diesem Fall: Lieber Lakritze im Mund, als ein Busticket in die Unsicherheit.

Manche der Geschichten kann mich nicht genug fesseln oder ich verstehe sie schlichtweg nicht. Manche regen mich zum Nachdenken und Rumspinnen an und entbinden mich von der (gerade ungeliebten) Realität (ihr wisst weshalb). Dazu die Frage, die in einer Geschichte aufgeworfen wird, ob man wirklich ohne Erinnerungen, mit Amnesie leichter und vor allem freier leben könnte: Schwer vorstellbar.

Die längste Erzählung im Buch ist eigentlich ein Brief, der womöglich nie gelesen wird, wie der Schreiber vermutet. Dies hindert ihn aber nicht, in großer Weitschweifigkeit eine einzige Frage seiner Ex-Geliebten zu beantworten. Dabei werden von Byron bis Shelley, von Pessoa bis zur griechischen Mythologie alle Register gezogen.

“ … und mir klar wurde, dass man erstmal etwas vergessen haben muss, um sich daran erinnern zu können: Um etwas noch mal wachrufen zu können, muss es erst vergessen worden sein, zumindest für einen Augenblick.“

Die Geschichte „Funes der Jüngere„, die in der argentinischen Nationalbibliothek spielt, (womöglich eine Hommage an Borges‘ Bibliothek von Babel) gefällt mir nach der ersten am Besten. Hier geht es um eine besondere Begabung: sich alles merken zu können, ein fotografisches Gedächtnis zu haben. Was allerdings in diesem Fall zu massiven Einschränkungen führt.

„Erinnerungen müssen unklar sein. Sonst können sie nicht von der Wirklichkeit unterschieden werden. Sind sie eine vollkommen exakte Kopie von der Welt oder des Erlebnisses, dann gibt es keinen Unterschied zwischen Wirklichkeit und Erinnerung. Dann wird das Sicherinnern an ein Ereignis das Gleiche sein, wie es zu erleben, und das Sicherinnern, etwas erinnert zu haben, das Gleiche, wie sich daran zu erinnern, was wiederum nicht von dem unterschieden werden kann, was man erlebt.“

Der Isländer Ragnar Helgi Ólafsson ist Schriftsteller, Künstler, Musiker, Verleger und Grafikdesigner. Seine Vielfalt zeigt sich auch hier in diesen Geschichten wieder, denn es geht immer um alles oder nichts, um die Alltäglichkeiten und die Besonderheiten, um Ausgedachtes und Umgedachtes, um Realität und um Trugbilder. Empfehlen möchte ich dazu auch gleich noch den zuvor erschienenen Lyrikband „Denen zum Trost, die sich in ihrer Gegenwart nicht finden können“, den ich noch lieber gelesen und hier auf dem Blog auch schon ausführlich vorgestellt habe (Foto siehe oben)

Der Autor hat das im Elif Verlag erschienene Buch mit dem erwähnenswert schönen Cover selbst gestaltet. Das bewährte Übersetzerteam Wolfgang Schiffer und Jan Thor Gislason haben diesen Band aus dem Isländischen übertragen. Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

Eine weitere Besprechung gibt es auf dem Blog Sätze & Schätze.

Hinweis: Der Umstand, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, hat keinerlei Auswirkung auf meine Wahrnehmung und Rezension des Buches.

Hendrik Otremba: Kachelbads Erbe Hoffmann und Campe

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Was für ein fantastischer Erzähler! Selten habe ich so einen Erfindungsreichtum im Roman gefunden bei sprachlich so hohem Niveau. Nun „bearbeitet“ Otremba auch genau die Themen die mich brennend interessieren. Es geht hier darum, wie wirklich die Wirklichkeit ist, was die Zeit bedeutet, wie Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft sich zueinander verhalten. Wie kann ich mein Bewusstsein schulen und zu außergewöhnlichem bringen? Gibt es die Möglichkeit der Unsterblichkeit? Was, wenn wir keine Sprache für all das hätten?

Wie schon vor einiger Zeit Don DeLillo in „Null K“ beschäftigt sich auch Hendrik Otremba in seinem neuen Roman mit dem Thema Kryonik. Menschen, die hoffen, den Tod dadurch überwinden zu können, dass sie sich einfrieren lassen, um später, wenn es ausreichend technische Möglichkeiten gibt, wieder erweckt zu werden, sind bisher noch relativ selten. In den USA gibt es schon mehr Möglichkeiten. Hier spielt auch überwiegend das Buch. Auch Thea Dorn hat das Thema Unsterblichkeit in ihrem Roman „Die Unglückseligen“ ausgearbeitet, aber auf ganz andere Art und Weise. In seinem Stil erinnert mich der Roman irgendwie an den letzten von Christian Kracht, aber auch an Georg Kleins Miakro, die ich ebenfalls sehr mochte.

Im einführenden Kapitel begegnen wir den Protagonisten. Doch von allen erfährt man zunächst wenig, so wie sie auch untereinander wenig miteinander kommunizieren. Es ist ein stilles Unterfangen, denn die Kunden sind schließlich tot. Kachelbad, ein älterer Mann und Rosary, eine jüngere Frau sind Angestellte von Lee Won-Hong, dem das Kryonische Institut „Exit U.S.“ gehört. Sie arbeiten meist zusammen, holen die Leichen ab und bringen sie in Eis gepackt in die mit flüssigem Stickstoff gefüllten Behälter. Warum Kachelbad gerade Rosary für diesen Job angeworben hat, erklärt sich in der Entdeckung, dass sie das gleiche Talent hat wie er. Es ist die Kunst zu verschwinden, unsichtbar zu sein. Mit Kachelbads Hilfe erlernt sie die Methode, für die nicht jeder begabt ist.

„Ich spürte, wie ich dem Verschwinden immer näherkam, spürte ein Kitzeln in meinem Körper. Wie Kachelbad gesagt hatte, ging es bei der gewählten Unsichtbarkeit um eine Geisteshaltung. Ich schien im Begriff, dieses Denken in ein Handeln umzusetzen.“

In weiteren Kapiteln werden uns die „kalten Mieter“ des Tank C 87 vorgestellt. Es sind alles skurrile Gestalten mit tragischen Lebensgeschichten. Was alle vereint, ist die unter gewissen Umständen entstandene Fähigkeit zur willentlichen Unsichtbarkeit.

„Kallmann gelang zu der Überzeugung, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft seien simultane Zeitebenen, die das menschliche Gehirn jedoch nicht in ihrer Simultanität auffassen könne, was im Bewusstsein dazu führe, dass es zu einer stetigen Selbstverortung des Individuums in der Gegenwart komme …“

Im dritten Teil erfahren wir, dass Kachelbad die Firma nach dem plötzlichen Tod seines Chefs Lee Won-Hong weiterführt. Dafür ist der junge Asiate Kim an seiner Seite, ein zukünftiger kalter Mieter, der unsichtbar nach LA gelangt und von Kachelbad aufgenommen wird. Kim ist ein spezieller Fall, denn er erinnert Kachelbad an eine tiefe Liebe und an den Schmerz des Verlusts. Doch das Unternehmen droht Konkurs zu gehen. Die Finanzen werden immer knapper. Die teuren Unterhaltskosten für die Tanks mit den kalten Mietern werden bald unbezahlbar. Kachelbad nutzt seine Unsichtbarkeit notgedrungen, um illegal Geld zu beschaffen, doch ein neugieriger Reporter ist ihm auf de Spur. Eine Naturgewalt in Form eines Erdbebens enthebt Kachelbad dann von seinen Verpflichtungen. Er kann sich retten und verschwindet …

Im letzten Teil schließlich, dass aus den Tagebüchern eines jungen Mannes aus New York aus den Jahren 1979-87 erzählt, erfahren wir dann auch mehr aus Kachelbads Vergangenheit. Es ist sehr persönlich geschrieben in der Ich-Form. Der junge Mann ist drogenabhängig, beschafft sich Geld dafür als Stricher. Als er auf Kachelbad trifft, ändert sich sein Leben. Kachelbad hilft im clean zu werden. Sie werden ein Paar. Es ist die Anfangszeit von AIDS, damals noch GRID genannt, weil man glaubte, es wäre die Krankheit der Schwulen. Kachelbad lebt bei dem schrulligen Schriftsteller Krekov. Krekov, der höchst klug über Sinn und Unsinn der Sprache überhaupt philosophiert, wird der erste zukünftige kalte Mieter, den Kachelbad betreut.

„Und was heißt das eigentlich: Sprachlosigkeit? Es bedeutet doch, dass dem Menschen etwas begegnet, das er nicht in Worte fassen kann. Vor Glück, weil es seine Vorstellungskraft übersteigt, die ja durch die Worte begrenzt ist – oder weil das Erleben so unfassbar ist, dass die Sprache dafür einfach nicht mehr ausreicht.“

Gerade dieses fast letzte Kapitel, dass so viel Licht und Liebe, das Entschleunigung und Bewusstsein in die Geschichte bringt, endet, wie könnte es anders sein, mit dem Exitus.

Einen wundersamen, furiosen Erzählreigen fächert Otremba hier auf. Kachelbads Erbe ist ein vielschichtiges, eindringliches Buch. Ein Ereignis jagt das andere, teils unerklärlich, geisterhaft, obwohl es irgendwie gleichzeitig ein stiller, nachdenklicher Roman ist. Der Held Kachelbad scheint, wie auch Katze „Zettel“ mehr als sieben Leben zu haben. Otrembas Roman ist klug und genial konstruiert, hebt sich so ganz ab von manch vorhersehbaren Titeln dieses Herbstes. Dass er nicht für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde, ist enttäuschend. Ich wünsche ihm jedenfalls viele Leser und viel mehr Aufmerksamkeit. Es ist ein Buch, dass still leuchtet, aber sehr hell!

Der Roman des 1984 geborenen, in Berlin lebenden Hendrik Otremba erschien im Hoffmann & Campe Verlag. Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.
Eine weitere Besprechung gibt es bei letteratura.

Hinweis: Der Umstand, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, hat keinerlei Auswirkung auf meine Wahrnehmung und Rezension des Buches.

Andrea Scrima: Wie viele Tage Literaturverlag Droschl

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Die 1960 in New York geborene Andrea Scrima ist Künstlerin und lebte zeitweise abwechselnd in Berlin und in New York. Jedes der kurzen Kapitel ihres Debütromans öffnet sie mit der Örtlichkeit, an der sie sich befindet: Ihre jeweiligen Wohnungen oder Ateliers in beiden Städten. Es sind sehr persönliche Notate, fast tagebuchähnlich. Und in der Tat meint man erst einmal nur von Äußerlichkeiten zu hören. Doch je eindringlicher man lauscht, desto mehr öffnen sich die Texte.

„Jeder in seiner eigenen Welt, seinem eigenen persönlichen Universum, all diese imaginären Räume und Landschaften, die in den Köpfen der Leute existieren, koexistieren, kollidieren.“

Oft sind es Kleinigkeiten, die dem Text die Stimmung geben. Scrima hat einen übergroßen Wahrnehmungssinn, ein Bewusstsein für Alltagsmuster. Sie ist eine Zweiflerin, eine Gedankenspinnerin im besten Sinne. Sie erzählt auch von nichts geringerem als der Zeit, dem Vergangenen, Gegenwärtigen und dem Zukünftigen. Immer wieder kommt gebetsmühlenartig der Satz: doch das kam später … Der Satz taucht immer wieder auf, kaum hat man ihn vergessen, ist er doch wieder da. Man wundert sich erst, was das soll, doch wird er schließlich zum roten Faden, der die Geschichte trägt.

„Wie viele Tage verbringe ich regungslos, warte, dass diese wirbelnden Gedankenfetzen sich langsam auf dem Boden des Glases absetzen, voller Angst, mich zu rühren, Angst den Tumult wieder aufzuwühlen, und jeder Gedanke enthält seine Widerlegung, jede Einsicht trägt die Spuren ihres Gegenteils.“

Scrima erhielt ein Arbeitsstipendium für Deutschland und landet in Berlin. Für mich ist sehr interessant, dass die Autorin zeitweise im selben Kiez in Kreuzberg lebte, wie ich heute. Und wenn es dann heißt,

„Und Frau Chran erzählte manchmal von den Leichenbergen auf dem Marheinekeplatz gegen Ende des Krieges, wo große Schirme die Tische des Restaurants vor der Sonne schützen und Kastanienbäume ihre weiten Schatten über den Spielplatz werfen, …“

dann weiß ich genau, wo sich alles abspielte, damals wie heute. Scrima erzählt aus dem Berlin der 80/90er Jahre. Fidicinstraße und Eisenbahnstraße in Kreuzberg sind die Stationen der Künstlerin.

Ein großer Teil der Kapitel spielt in New York, wo es drei Adressen gibt, aus denen erzählt wird, jeweils zur entsprechenden Lebensphase: Bedford Avenue, Kent Avenue und Ninth Street. Die Autorin bewegt sich impulsiv zwischen den Zeiten. Gedankensprünge erfordern genaues Lesen und Kombinieren. Scrima schlüpft ab und an in die Kindheit. Manche Ereignisse haben sich so eingebrannt, dass sie Jahrzehnte später noch zu erfühlen sind. Sie erzählt von der ersten eigenen Wohn- und Atelier-Adresse. Hier zeigt sich das Glück der Freiheit, aber ebenso die Ausmaße der Armut eines Künstlerdaseins. Ich erfahre, dass die Künstlerin in Beziehungen lebt, dass Trennungen stattfinden und der Tod des Vaters. Manche Begegnung zeigt sich schemenhaft und nur über neue Namen, die Beziehung wird meist nur kurz angerissen.

Was währenddessen im Außen passiert, woran man erkennt, in welcher Zeit man sich befindet, wird ab und an durch Zeitungsausschnitte oder direktes Erleben, wie etwa die deutsch/deutsche Grenzöffnung in Berlin, angedeutet. Es erscheint mir aber letztlich weniger wichtig als die „innere Zeit“ der Protagonistin, die immer wieder an Grenzen kommt, an die Endlichkeit, ans Vergängliche stößt, welche sie auch in ihrer Kunst darzustellen weiß.

„… und frage mich, wie lange der letzte Moment  eines Lebens dauern kann, kann er sich bis ins Unendliche ausdehnen, frage ich mich, kann die Seele angehalten werden, schwebend gehalten in einer nie enden wollenden Phase des Übergangs.“

Das stete Hinterfragen und das gleichzeitige Staunen macht den Ton in diesem Buch. Scrimas Sprache ist eine oft sehr poetische, manches kurze, nur halbseitige Kapitel könnte ebenso ein Gedicht im Blocksatz sein. Hier verschwimmen die Grenzen und so wird aus Biografischem feinste Literatur. Ein Leuchten!

Das Buch erschien im feinen österreichischen Literaturverlag Droschl. Übersetzt aus dem Amerikanischen wurde es von Barbara Jung. Eine Leseprobe gibt es hier.
Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

Anne von Canal: Whiteout Mare Verlag

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Schade … Anne von Canals Debütroman „Der Grund“ war richtig gut. Im Prinzip ist zwar gegen den nun vorliegenden neuen Roman „Whiteout“ nichts zu sagen. Er ist solide gemacht, recht gut konstruiert, aber er haut mich eben nicht um, weder inhaltlich noch sprachlich. Er fesselt mich bei weitem nicht so, wie „Der Grund“ es in seiner Vielschichtigkeit tat.

Von Canals „Whiteout“ ist eine Freundschaftsgeschichte, die in Rückblenden erzählt wird, ausgehend und erzählt von der Hauptperson Hanna, einer Glaziologin. Sehr schade finde ich, dass das Thema Gletscherforschung imgrunde nur als Ausganspunkt für die Geschichte gewählt wurde, die sich dann größtenteils aus den Erinnerungen Hannas speist. Viel erfährt man leider über diese Wissenschaft und über die Forschung im Eis nicht. In der Tat hatte ich gerade diese Ausgangssituation für äußerst spannend gehalten. Natürlich bieten sich die Bohrungen im Eis als Metapher für „Bohrungen“ in der Vergangenheit an …

Der Inhalt ist kurz erzählt: Hanna und ihr Bruder Jan lernen als Kinder die Pfarrerstochter Friederike, genannt Fido kennen und die drei werden unzertrennlich. Sie planen nach der Schulzeit ein gemeinsames Studium in Hamburg. Doch bevor es dazu kommt verschwindet Fido ohne Erklärung auf Nimmerwiedersehen.
Ausgerechnet während der wichtigen Forschungsarbeit in der Antarktis erhält Hanna eine Nachricht ihres Bruder Jan, mit dem sie kaum mehr Kontakt hat. In seiner Mail schreibt er, Fido sei tot. Diese Nachricht verwirrt Hanna so, dass sie zunehmend unkonzentrierter in ihrer Arbeit wird, da sie ständig in Erinnerungen an die Zeit mit Fido gestürzt wird.

Ein „Whiteout“ ist ein meteorologisches Phänomen, dass auf eine besondere Sonnenreflexion in Polargebieten zurückzuführen ist. Sie kann bei Beobachtern psychisch zu Beklemmungen und physisch zu Desorientierungen führen. Insofern ist der Titel stimmig gewählt, denn Hannas Zustand verstärkt sich durch das Whiteout noch. Ein aufkommender Schneesturm tut sein Seiniges …

Anne von Kanals Roman erschien im Mare Verlag, ebenso wie ihr voriger Roman „Der Grund“, den ich deutlich besser fand. Eine Leseprobe gibt es hier . Eine weitere Blog-Besprechung gibt es bei Zeichen & Zeiten