Yoko Tawada: Ein Balkonplatz für flüchtige Abende Konkursbuch Verlag

Yoko Tawada? Ja, der Name war mir durchaus geläufig. Aber was hat Yoko Tawada geschrieben? Wofür hat sie den Kleistpreis 2016 erhalten?

Und dann entdeckte ich diesen wunderschönen Band mit dem schmeichelnden Titel „Ein Balkonplatz für flüchtige Abende“ im Buchladen. Ich blätterte und sah Fließtexte auf schönem Papier, fadengebunden, dazwischen fein unterlegt ein Hauch von Zeichnung: Wieder so ein kleines Kunstwerk aus einem unabhängigen Verlag.

„Weißt du, woher das Wort Familie kommt?
Nein.
Von Vermehren.
Von Vermeer? Er hat fünfzehn Kinder
gezeugt.
Und siebenunddreißig Bilder.“

Yoko Tawadas Texte beziehen sich auf Sprache, die ihr anfangs vermutlich fremde deutsche Sprache, die sie zerlegt und ganz eigen wieder zusammenfügt. Es ist keine Prosa, eher etwas Lyrisches, Poetisches, was einem da Buchstabe für Buchstabe entgegen wächst. Angeordnet wie kurze Erzählungen und doch vielmehr fließende Texte mit interessanten Zeilenbrüchen, die eben doch eher Gedichten ähneln.
Kleine Geschichten werden erzählt mit Menschen darin, Begegnungen, Gesprächen über die Kunst, die Herkunft und die Lust, die vieles offen lassen. Dem Leser bleibt viel Interpretationsraum oder die schlichte Lesefreude an der Sprache, je nach Geschmack.

„Die verschwitzten Buchstaben t und r
machen aus dem Sand einen Strand.
Wenigstens die Konsonanten
geben mir klare Konturen.“

Yoko Tawada arbeitet mit der Sprache. Sie hinterfragt Worte, deren Zusammensetzungen sie ganz anders beleuchtet als ein Muttersprachler. Allzu stark hebt sich da womöglich die japanische Zeichensprache von der deutschen ab. Sie hat alles genau im Blick, schon ein einziger Buchstabe macht aus einer Wortbedeutung etwas ganz anderes. Oft arten ihre Texte in Wortspielereien aus. Dem Leser öffnet sich der Text in ganz anderer Weise, manchmal erst nach dem zweiten, dritten Lesen, springt aus allzu gewohnter Routine und blüht auf. Ein Leuchten!

„Weißt du, was der Diminutiv ist?
Nein, nicht.
Wenn man jemanden klein schlägt
aus Liebe.
Wie denn?
Zum Beispiel Mädchen.“

„Ein Balkonplatz für flüchtige Abende“ von Yoko Tawada erschien im konkursbuch Verlag Claudia Gehrke. Der Text ist teilweise zart durchscheinend unterlegt von Fotos bzw. Bildern von Suzanne Valadon. Mehr über die 1960 in Tokyo geborene Schriftstellerin, die derzeit in Berlin lebt und über die Verleihung des Kleistpreises 2016 findet sich auf der Verlagsseite.

Film-Kunst-Film: Seraphine DVD Film von Martin Provost 2008

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Unter der Rubrik „Film-Kunst-Film“ stelle ich nun in loser Folge auch Filme vor, die mich beeindruckt haben und die in irgendeiner Form mit Literatur/ Kunst zu tun haben oder die sonst bemerkenswert sind.

Seraphine de Senlis, eigentlich Seraphine Louis, war eine der bekanntesten naiven Maler/innen in Frankreich. Sie lebte von 1864 bis 1942 in Oise, Frankreich. Sie wuchs in armen Verhältnissen auf und verdingte sich später, zunächst in einem Kloster, dann privat, als Putzfrau und Haushaltshilfe. In ihrer knappen freien Zeit und somit meist nachts, entstanden ihre Bilder, die sie in großer Hingabe malte und die von ihrem religiösem spirituellem Hintergrund zeugen, aufgrund dessen sie sich auch zum Malen berufen fühlte. Ihre Farben mischte sie sich aus natürlichen Zutaten selbst zusammen, einmal, weil sie sehr wenig Geld hatte, zum anderen aus ihrer Naturverbundenheit heraus. Nach außen hin wirkt sie naiv, gar etwas zurückgeblieben, doch spricht aus ihren Gemälden eine ganz eigene Leuchtkraft.

Entdeckt wurde Seraphine vom deutschen Kunsthändler Wilhelm Uhde, der im Sommer 1914 seinen Urlaub in Senlis verbrachte und zufällig eines ihrer Gemälde sah. Zwischen beiden entsteht eine besondere Verbindung. Uhde besaß eine Galerie in Paris und war Entdecker unter anderen von Picasso und Rousseau. Durch den Ausbruch des ersten Weltkriegs musste er Frankreich verlassen und kehrte erst 10 Jahre später zurück und entschied sich zu bleiben. Seraphine malte inzwischen exzessiv weiter, auf immer großflächiger werdenden Leinwänden. Uhde unterstützte sie nun finanziell und materiell. Sie begann jedoch zunehmend an Wahnvorstellungen zu leiden und lebte, nun regelmäßig Geld verdienend, über ihre Verhältnisse. Auch für Uhde blieb das nicht finanzierbar. 1932 wurde sie in eine Nervenheilanstalt eingewiesen, in der sie 1942 aufgrund einer Mangelversorgung während des zweiten Weltkriegs starb. Uhde stellte ihre Bilder aus und machte sie so in aller Welt bekannt.

Seraphine wird authentisch dargestellt von der belgischen Schauspielerin Yolande Moreau, Uhde von Ulrich Tukur; eine starke und überzeugende Besetzung.

Es ist ein stiller Film, bildkräftig, der einmal mehr aufzeigt, wie fragil ein Leben für die Kunst sein kann und wie nah dabei Genie an Wahnsinn grenzt oder umgekehrt.

Zur offiziellen Filmseite mit Trailer gehts hier.

Catherine Meurisse: Die Leichtigkeit Graphic Novel Carlsen Verlag

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Fast genau zwei Jahre sind vergangen, seit in Paris auf das Büro der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ ein grausamer Anschlag verübt wurde. Catherine Meurisse, die an jenem Morgen auch an der Teamsitzung hatte teilnehmen wollen, war wegen Liebeskummer zu spät dran. Deshalb hat sie überlebt. Die meisten ihrer langjährigen Kollegen und Freunde in der Redaktion wurden getötet.

Wie erschütternd das für Meurisse war und wie sie wieder annähernd in einen „Normalzustand“ zurück fand, schildert sie nun in ihren Zeichnungen. Daraus entstand die berührende Graphic Novel „Die Leichtigkeit“, ein Buch, das aufzeigt, wie wichtig die künstlerische Freiheit ist, heute mehr denn je. Es ist ein Buch, das mir sehr nahe geht.

An den Tagen danach wird Meurisse ständig zu ihrem Schutz von Polizisten begleitet.
Nachdem sie mit den hinterbliebenen Hebdo-Leuten allem zum Trotz die neue Ausgabe gemacht hat, spürt Meurisse eine riesige innere Leere: Weder ein Aufenthalt am Meer, noch der geliebte Proust helfen, weder die Ratschläge des Therapeuten und auch nicht der Besuch im Theater, um mit ihrem Ex-Geliebten „Oblomow“ zu sehen. Am schlimmsten scheinen die Trauerbekundungen, die ihr allenthalben begegnen: „Je suis Charlie“ schreit ihr überall entgegen … Der Anschlag auf das Bataclan in Paris im November desselben Jahres verschlechtert erneut ihren Zustand.

Erst ein Aufenthalt in Rom in der Villa Medici, einer Künstlerresidenz, scheint die Erstarrung aufzubrechen. Auf der Suche nach dem sogenannten Stendhal-Syndrom, welches ihre Dissoziation ab- und auflösen soll, stürzt sich Meurisse in die Kunst. Jedes Museum, jede antike Stätte, in ihrer Phantasie begleitet von Stendhal selbst, wird besichtigt.

„Ich warte auf das Stendhal-Syndrom.
Wir haben uns im Museum verabredet, es soll mich angesichts der Schönheit in     Ohnmacht stürzen und mich dann wiedererwecken. Ich soll mich erneuern.“

Meurisses Zeichnungen sind eindeutig und dennoch vielschichtig, die Figuren großartig charakterisiert, jeder Gefühlszustand ist sichtbar. Viele Grafiken würden auch ohne Text wirken. Doch die Sprechblasen-Texte zeigen, mit wie viel Trauer, aber auch mit wie viel bewundernswertem Witz und Selbstironie Meurisse sich wieder ins Leben bringt. Ob als Ophelia, einem bekannten Gemälde von Millais nachempfunden, oder als Überlebende auf dem Gemälde „Das Floß der Medusa“ von Géricault.
„Die Leichtigkeit“ enthält eine wunderbare Hommage an die Kunst und die darin verborgene Schönheit, die so heilsam sein kann. Ein Leuchten!

Meurisse kam unverhofft schon mit 25 Jahren zu Hebdo. Man kann sich vorstellen, wie verbunden sie in den 10 Jahren ihrer Tätigkeit bei der Zeitschrift mit dieser Arbeit und den Menschen ist. Letztlich hat sie sich entschieden, in Zukunft nicht weiter für das Magazin zu arbeiten.

Der Band „Die Leichtigkeit“ erschien im Carlsen Verlag. Übersetzt wurde er von Ulrich Pröfrock. Eine Leseprobe gibt es hier.

Für immer: Peter Kurzeck erzählt sein Schreiben Hörbuch supposé

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Und wieder ein Hörereignis:
Eine „neue“ CD von Peter Kurzeck, dem wunderbaren Erzähler, der nun bereits seit drei Jahren tot ist und der die vielen schönen Geschichten in seinem Kopf nicht mehr alle aufschreiben konnte. Das Hörbuch beinhaltet zusammengeschnittene Erzählstücke, konzipiert von Klaus Sander, der bei supposé schon mehrere Hörbücher von Peter Kurzeck bearbeitete.

Diesmal geht es vor allem um Kurzecks Einstellung zum eigenen Schreiben und seine persönliche Herangehensweise. Wie immer redet Kurzeck ohne Konzept frei drauf los in seiner wunderbar weitschweifenden Art und lässt den Zuhörer gebannt lauschen. Peter Kurzeck ist wie kein anderer in der Lage zu schildern, wie wichtig und dringlich bei ihm das Bedürfnis zu schreiben ist.

„Es gehört eine andere Art von Mut dazu, nachts zu arbeiten, als morgens anzufangen.“

Er erzählt vom Ablauf eines normalen Tags in seinem Leben. Die meiste Zeit des Jahres lebte er in Uzés in Südfrankreich, wo er eine kleine Wohnung in der Innenstadt bewohnte, in einem Haus, in dem auch André Gide einge Zeit lebte. Er berichtet, wann er schreibt, wann er spazieren geht, Kaffee trinkt, isst, was er wahrnimmt. Für Kurzeck war diese Routine  wichtig für sein Schreiben.

So erzählt er, dass er schon als Kind das Wissen hatte, ein Schriftsteller zu werden, bereits mit 16 sein erstes Buch schrieb, welches die Schwester dann abtippte. Es folgte mit 20 das zweite Buch, welches an Abenden nach der Brotarbeit innerhalb eines halben Jahres entstand, aus dem nach mehreren Überarbeitungen Jahre später 1987 der Roman „Keiner stirbt“ entstand.

Und dann kommt der Tag, der 19.8.1971, an dem Kurzeck aufwacht und weiß, er will nun nur noch Schriftsteller sein. So kündigt er seine sichere Stelle und beginnt auf einem langen harten Weg sein Schriftstellerleben.

Überaus plausibel scheint mir der eigentliche Grund, den er für sein Schreiben nennt: Er wollte nichts vergessen. Sein Möglichkeit dafür fand er im Schreiben und Malen – die beste Umwandlung zur Konservierung der Erlebnisse. Überaus begreifbar vor allem auch, weil Kurzeck, geboren 1943, eine Flüchtlingskindheit erlebte.

„Insgeheim träume ich eigentlich davon, ein Buch zu schreiben, dass so gut ist,  dass die Leute dann, so wie sie bisher gelebt haben, nicht mehr weiterleben können.“

Und wenn ein Peter Kurzeck so etwas sagt, kann man gewiss sein, dass es sich nicht um eine narzisstische Befindlichkeit handelt, sondern, dass er in der Tat jedem auf der Welt nur das Beste wünscht.

Mehr über Kurzeck bei supposé.
Einige Erzählauszüge sind bereits im Hörbuch „Ein Sommer, der bleibt“ enthalten.
Ich habe bereits das Hörbuch „Da fährt mein Zug“ und das Romanfragment „Bis er kommt“ aus dem Nachlass hier auf der Seite besprochen.

J. J. Voskuil: Schmutzige Hände/Plankton Das Büro 2/3 Verbrecher Verlag

„Es sind die virtuos getimten Wiederholungen, die Running Gags, könnte man fast sagen, die „Das Büro“ trotz all des Leidens und des Grübelns zu einem unwiderstehlichen komischen Buch machen“

So schreibt Pieter Steinz im Nachwort des zweiten Bandes von „Schmutzige Hände“.
Das und die Charaktere, die weniger über Beschreibungen, als über ihre Handlungen Kontur bekommen, ist Teil des Geheimnisses, dass diese Romane so speziell und wunderbar macht.

Nach Teil 1 des süchtig machenden Romanwerks knüpfte ich ohne Pause sofort an den zweiten Teil an und weiter an Band 3. Es ist unglaublich, aber selten habe ich mich so auf meine Lesezeit gefreut und sie so dringlich gefunden wie bei Voskuil.

Scheint in Band 2, also in den Jahren 1965 bis 1972 noch alles so weiterzulaufen wie in Teil 1, ändert sich für mich der Ton im Büro seit dem dritten Band von 1972 bis 1975 enorm. Was im Büro in Band 2 noch weitgehend spielerisch und  nicht ernst zu nehmen scheint, die vielen Reisen zu Kongressen, Sitzungen oder Umfragen verlaufen meist noch einigermaßen erträglich, das Zuhause erholsam, wandelt sich in „Plankton“ unabänderlich in Richtung Leistungsgesellschaft. Immer mehr Arbeit gibt es, das Büro wächst seit dem Umzug in die Kaisersgraacht und Maarten ist als Abteilungsleiter und somit für mehrere Angestellte Ansprechpartner, mitunter überfordert. Jegliches muss belegt und begründet werden, die Arbeit wird kostenorientierter und bürokratischer, es gibt bereichübergreifende Umstrukturierungsmaßnahmen. Bei Maarten wechseln sich Traurigkeit und Wut ab. Er ist immer mehr auf der Suche nach dem sicheren Ort, doch selbst in seinen Träumen und im Urlaub verfolgt in das Büro.

„Als er endlich eingeschlafen war, träumte er, dass er ein Buch über das Büro geschrieben hatte, ein Mittelding zwischen einem Roman und einem wissenschaftlichen Werk. Aus letzterem Grund hatte es de Heer, der Vorsitzende der Kommission Volkssprache, gelesen. Er gab es ihm zurück und sagte, dass es ihn sehr enttäuscht habe: alles Lügen.“

Der Krankenstand im „Büro“ steigt und auch Maarten ist nicht gefeit davor. Ihn plagen Magen- oder migräneartige Kopfschmerzen, doch als verantwortungs (- und schuld) bewusster Angestellter lässt er sich von der eigentlich ungeliebten Arbeit mehr und mehr vereinnahmen. Auch zuhause nach Feierabend geht der Kampf oft weiter, Nicolien, die mit ihrer zunehmend dementen Mutter zu tun hat, spart Maarten gegenüber nicht mit Vorwürfen  und auch das soziale Leben bleibt größtenteils auf der Strecke. Maarten selbst scheint mehr zu reflektieren als bisher, dennoch kann er nicht aus seiner Haut.

„Findest du das nicht komisch?“
„Nein, komisch nicht. Ein Freund von uns hat schon zweimal in einer Einrichtung gesessen. Übrigens auch jemand vom Büro.“
„O ja?“, sagte sie überrascht.
Er stand auf und streckte die Beine. „Man muss das Büro einfach als eine Einrichtung betrachten. Wenn man das macht, wird der Rest von selbst wieder normal.“

Mehr und mehr Kollegen gehen in Ruhestand, Frau Moederman beispielsweise und statt ihrer ist es nun Wiegersma, der Kartenzeichner, der beim Reden leicht mit dem Kopf wackelt. Manche Neuen kommen dazu – Voskuil schafft es einzigartige Charaktere zu zeichnen – und müssen eingearbeitet werden, mehr Frauen nun, seit Beerta nicht mehr die Einstellungsgespräche führt. Maarten streitet als Redakteur der Zeitschrift „Ons Tijdschrift“, kämpft mutig auf einem Kongress um Erneuerungen im Vorstand für den „Europäischen Atlas“ und bemüht sich um stimmiges Verhalten seinen Untergebenen gegenüber. Doch zufrieden mit sich ist er nie, oft geraten seine Gefühle außer Kontrolle.

Am Ende des dritten Teils erleidet Beerta einen Schlaganfall und  Maartens Vater stirbt. Ich habe selten so berührende echte Szenen am Sterbebett in einem Roman gelesen, wie die, die Voskuil hier schildert. Hier zeigt sich die Stärke dieses Autors auf ganz besonderse Weise …

„Zum ersten Mal wurde ihm richtig bewusst, dass sein Vater tot war, und dem gesellte sich das Bewusstsein hinzu, dass es auch mit Beerta vorbei war, sein leiblicher und sein geistiger Vater. Er war allein.“

Jeder der meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich seit dem ersten Band der „Büro“-Sucht verfallen bin. Und wenn man bedenkt, dass jeder Band zwischen 800 und 1000 Seiten hat, und ich jetzt schon versuche „sparsam“ zu lesen, damit es nicht so bald vorbei ist, wird klar, dass „Das Büro“ für mich hellstes Leuchten ist.

Der Romanzyklus „Das Büro“ des Niederländers  J. J. Voskuil ist im Verbrecher Verlag in feiner Ausstattung in der großartigen Übersetzung von Gerd Busse erschienen. Er besteht aus 7 Bänden, wovon 5 bereits auf Deutsch erschienen. Band 1 habe ich bereits hier besprochen. Eine Leseprobe gibt es hier.

Barbara Hahn: Endlose Nacht Suhrkamp Verlag

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Kürzlich stellte Barbara Hahn, Professorin für Germanistik und Autorin, ihr neues Buch „Endlose Nacht – Träume im Jahrhundert der Gewalt“ im Literaturforum im Brechthaus Berlin vor. Sie las Auszüge aus verschiedenen Kapiteln der Buches und erzählte über ihre  Herangehensweise an das Schreiben. Es war ein spannender Abend, der Interesse weckte, sich mit den diversen Schriftstellern und deren Träumen weiter zu beschäftigen.

So berichtet Hahn, dass sie über Jahre hinweg in der Literatur nach Traumnotaten Ausschau hielt. Aus all diesen Fundstücken setzt sich nun ihr Buch zusammen. Es ist ein Sachbuch, kein wissenschaftliches Werk und dennoch ist manches nicht ganz einfach zu verstehen. Aus dem Gespräch geht hervor, dass es keine leichte Arbeit war, dieses Buch zu schreiben, waren doch die gefundenen Träume alles andere als hell und positiv. Sie kommt zu dem Schluss, dass das 20. Jahrhundert selbst, also unter anderem die Zeit der Kriege und des Nationalsozialismus diese Träume hervorbrachten, selbst bei Personen, die nicht direkt betroffen waren, ähneln deren Träume doch immer wieder stark denen der Opfer.

Hahn betont, dass es ihr wichtig war, den Schwerpunkt nicht auf die Deutung und Interpretation der Traumnotate zu setzen, sondern die Texte für sich selbst wirken zu lassen, was eine ungewöhnliche Art ist, sich mit Träumen auseinanderzusetzen. Dennoch kommt Freuds Traumdeutung, die ja genau Anfang des 20. Jahrhunderts erschien mit ins Spiel: viele der Autoren hätten sich durchaus mit Freud beschäftigt.

Anfangs kommen Anna Achmatowa, die in einem Traum quasi Geschichte vorabträumt, Primo Levi, der vermutet „Träumen sei kein individuelles nächtliches Abenteuer“ und Wieland Herzfelde zu Wort. Es folgt eine Traumszene aus Benjamins „Einbahnstraße“, zu der sich sowohl Adorno (der selbst Traumprotokolle aufzeichnete), als auch Bloch äußerten und darüber gar in Streit gerieten.

Dass Benjamins letztes Buch, das er in Deutschland veröffentlichen konnte, Träume enthält – `bloß mitgeteilt` und ´uninterpretiert` – hat damals nachhaltig irritiert. Offenbar trafen diese kurzen Notate einen Nerv. Sie öffneten die Tür zu den wichtigsten Fragen der Zeit. Die bürgerliche Welt zerfiel, am Horizont drohte der Faschismus.“

Jorge Semprun, unter anderem mit Träumen aus dem Lager, kommt zu Wort und Franz Fühmann mit dem Traum, in dem er mit Freud nach Neufundland schwimmt.

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts finden sich immer mehr Traumjournale, Bücher mit Traumnotaten, Traumprotokollen. Von Elsa Morante, Marguerite Yourcenar über Graham Greene, Horst Bienek, George Perec, bis zu weniger bekannten Namen führt Hahn ihre Leser. Erstaunlich, wie oft sich manche Träume ähneln … immer wieder Sequenzen aus dem Lager, aus Gefangenschaft, von Zugwaggons, von Kannibalismus, von der Verwandlung in ein Tier.

Sowohl Adorno, Benjamin als auch Anna Achmatowa berichten von Weltuntergangsszenarien in ihren Träumen. Schalamow träumt während seiner Zeit im Gulag folgendes:

„Ich schlief ein, und in meinem wirren Hungertraum sah ich diese Schestakowsche Dose Kondensmilch – eine gigantische Dose mit wolkenblauem Etikett. Die riesige dose, blau wie der Nachthimmel, war an tausend Stellen durchlöchert, und die Milch, breiter Strom der Milchstraße, sickerte hervor: Und ich reichte mit den Händen an den Himmel und aß die dicke süße Sternenmilch.“

Nicht verwunderlich ist, wie stark Franz Kafka und sein Werk offenbar auf Träumende wirkt. Von Kafka geht es weiter über Bruno Schulz zu David Grossman. Kafka und Goethe (geträumt von Heiner Müller und Walter Benjamin) widmet Hahn ein eigenes Kapitel, welches sich für mich am bewegendsten erweist.

Auch das letzte Kapitel ihres Buches wird unter anderem mit einem Zitat Kafkas eröffnet. Es ist mit „Vom Aufwachen“ überschrieben und stellt die Frage, ob Träumen gleich zu setzen ist mit Schlafen, also mit Erholung oder ob es sich nur um eine andere Art des Wacherlebens, einen Parallelzustand handelt.

„Ich kann nicht schlafen. Nur Träume, kein Schlaf.“

Barbara Hahns „Endlose Nächte – Träume im Jahrhundert der Gewalt“ erschien im Suhrkamp Verlag. In der Bibliographie am Ende des Buches finden sich umfangreiche Hinweise über verwendete und somit weiterführende Literatur. Eine Leseprobe gibt es hier.

Margriet de Moor: Schlaflose Nacht Hörbuch Hamburg

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Magriet de Moor ist eine der großen Schriftstellerinnen der Niederlande. Ihre Novelle „Schlaflose Nacht“ erschien bereits 1989 in den Niederlanden und 1994 in deutscher Fassung. Nun ist eine neu übersetzte und leicht überarbeitete Fassung wieder aufgelegt worden. Da ich die Bücher dieser Autorin immer sehr mochte, das Buch, nicht jedoch das Hörbuch in der Bibliothek ausgeliehen war, habe ich mich einmal wieder aufs Zuhören eingelassen. Gut geeignet ist diese Novelle, vor allem weil es aufgrund der Kürze der Geschichte eine Komplettlesung ist. Zwei CD´s, zwei Stunden eintauchen in die Geschichte, sehr schön gesprochen von der Schauspielerin Ulrike C. Tscharre.

Es geht um ein Thema, dass Margriet de Moor immer schon umtreibt: Die unerklärlichen Fragen in Liebesbeziehungen, die unsichtbaren Fäden, die Liebespaare verbinden. Die Autorin beherrscht dieses Thema so gut, dass man sich den Fragen, die sie in ihren Geschichten stellt, sofort hingibt. Dabei zeigt sich de Moors musikalisches Talent, sie studierte Klavier und Gesang, auch im Geschriebenen. Ihre Texte sind perfekt durchkomponiert, ihre Sprache klingt und schwingt virtuos und vielstimmig.

Eine Frau steht nachts in ihrer Küche und beginnt Kuchen zu backen. Sie tut das regelmäßig. Ihre Schlaflosigkeit begleitet sie schon lange, das Rühren und Teig bearbeiten beruhigt sie und gibt ihr neue Kraft. Während oben im Schlafzimmer ihres Hauses schlafend ein Mann im Bett liegt, den sie am Morgen erst kennengelernt hat, lässt sie uns Leser an ihren Erinnerungen teilhaben, die nun mehr über 13 Jahre zurückliegen: Ton, ihre große Liebe beging mit 25 Jahren Selbstmord, etwas über ein Jahr war sie mit ihm verheiratet, glücklich, und doch griff er zur Pistole und schoss. Beim Schlittschuhlaufen als Studenten lernten sie sich kennen und retteten sich gegenseitig beim Einbruch ins zu dünne Eis. Es war Liebe auf den ersten Blick. Von da an sind sie unzertrennlich.

Keinen Abschiedsbrief hinterlässt Ton, nichts war geschehen, was auf diese Tat hätte hinweisen können. Und so muss sie mit diesem „wahnsinnigmachenden“ Geheimnis, mit der Unklarheit allein weiterleben. Sie verlässt das Haus und die Kleinstadt nicht, arbeitet als Lehrerin, bindet sich jedoch nicht neu. Sie lernt aufgrund von Kontaktanzeigen andere Männer kennen, doch hält sie immer Distanz, es bleibt bei Ein-tags/nachts-liebeleien.

„Ich kenne das. Meist bin auch ich sehr müde. Es lässt sich kaum in Worte fassen, wie anstrengend es ist, einen Tag mit einem Unbekannten zu verbringen. Oft genug hatte ich Mühe, die Augen offen zu halten, bis das gleichmäßige Geräusch einsetzte, das sichere Zeichen, dass auch ich mich auf die Seite drehen konnte.“

Doch diesmal scheint die Begegnung etwas anders zu sein. Eine Vertrautheit ist da, beinahe so etwas wie Nähe entsteht im Verlauf des Tages. Und während sie auch diesmal nicht schlafen kann, stattdessen Kuchen bäckt, lauschen wir den Stimmen in ihrem Kopf, lauschen den Vermutungen und Ideen, wer ihr Mann wirklich war, was sie eigentlich wirklich über ihn wusste. Und im Verlaufe der Nacht, findet sich zwar wie immer keine Klarheit, jedoch eine gewisse Zustimmung, ein Einverstandensein, ein Loslassen, vielleicht mit Aussicht auf etwas Neues …

Das Hörbuch „Schlaflose Nacht“ von Margriet de Moor erschien bei Hörbuch Hamburg. Die Neuübersetzung der Novelle stammt von Helga von Beuningen. Eine Hörprobe findet sich hier.

Lyrik leuchtet 2016 – meine sieben Liebsten und eine feine Dreingabe

Lyrik lesen lohnt!

Hier sind meine diesjährigen Lyrik-Lieblinge:
Allen voran die Anthologie „Mein durstiges Wort gegen die flüchtige Liebe“ aus dem wunderbaren Elif Verlag von Dinçer Güçyeter, der auch selbst Dichter ist: Ein klein wenig Eigenwerbung, da ich selbst mit drei Gedichten darin vertreten bin.

Granaz Moussavi ist eine Lyrikerin aus dem Iran. sie darf in ihrer Heimat derzeit nicht veröffentlichen, da ihre sprachmächtigen Gedichte überwiegend zeitkritisch und politisch sind. „Gesänge einer verbotenen Frau“ ist meine schönste Lyrikentdeckung in diesem Jahr.

Weiter geht es nach Norden: gleich zwei norwegische Lyrikbände haben es mir sehr angetan: Zum einen „Die Lippen verlangen nach Ocker“ von Kjartan Hatloy (dem Onkel von Karl Ove Knausgard) aus der edition offenes feld und der einzigartig gestaltete zweisprachige Lyrikband „Diese unerklärliche Stille“ vom großen Jon Fosse.

Der Gedichtbände mit den längsten Titeln dieses Jahres kommen von Ulrike Almut Sandig und Carl Christian Elze, wobei Sandig mich in „ich bin ein Feld voller Raps, verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt“ mit ihren „Märchengedichten“ beeindruckte und Elze in „diese kleinen, in der luft hängenden, bergpredigenden gebilde“ für mich das schönste Liebesgedicht der Welt geschrieben hat.

Kerstin Beckers neuer Lyrikband „Biestmilch“ ist geprägt von Kindheitserinnerungen auf dem Land und Hendrik Rost kreiert in seinen Versen aus Alltäglichem ein „Liebesleben der Stimmen“.

Mir fällt auf, dass die meisten Gedichtbände inzwischen aus kleinen unabhängigen Verlagen kommen. Das zeigt einmal mehr, wie engagiert gerade diese Verleger sind. Denn die meisten großen Publikumsverlage haben ihr Lyrikprogramm stark reduziert, wenn nicht gar abgeschafft. Ein Danke an alle Verleger, die sich Lyrik trauen, durch sie bleibt die Vielfalt in der Literatur erhalten.

#Elif Verlag, Leipziger Literaturverlag, edition offenes feld, Kleinheinrich Verlag, Schöffling Verlag, Verlagshaus Berlin, Edition Azur, Wallstein Verlag

Christoph Ransmayr: Cox oder Der Lauf der Zeit S. Fischer Verlag

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„Als die Flotte Beijing an einem eiskalten, wolkenlosen Tag Ende November erreichte, glitzerten die entlaubten Bäume am Weg von der mit goldgelbem Brokat ausgelegten Mole ins Innere der größten Stadt der Welt unter Reifpelzen.“

Der englische Uhrmachermeister Cox wird von Qiánlóng, dem Kaiser von China nach Beijing gerufen. Der Auftrag: Er soll eine ganz besondere einzigartige Uhr für ihn erschaffen. Eine Art Perpetuum mobile …

Nach langer Fahrt mit dem Schiff von England nach China erhalten Cox und seine drei Gehilfen den Auftrag die Zeit einzufangen. Zur riesigen Uhrensammlung des Kaisers soll sich nun die Außergewöhnlichste hinzugesellen. Für Cox, der zuhause bereits mit dem Gedanken spielte, Pläne zeichnete, um ein Perpetuum mobile zu bauen, dem aber immer Zeit oder die Mittel fehlten, kommt diese Aufgabe wie gerufen. Er, der seine geliebte 5-jährige Tochter Abigail verlor, und damit auch seine junge Frau Faye, die seitdem nicht mehr sprach, stürzt sich auch aus Kummer und Trauer tief in die Arbeit. Zudem hat er die Vision, mit dem Bau der Uhr der Unendlichkeit seiner toten Tochter näher zu kommen und womöglich seine Frau wieder zum Sprechen zu bewegen …

„Denn anders als die Geburt eines Menschen war die Verwirklichung einer mechanischen Idee in ihrer gesamten Vielfalt begreifbar, kontrollierbar und kein Rätsel, kein Wunder wie ein Kind, das in Wahrheit doch bereits mit seinem ersten Atemzug wieder zu sterben begann.“

Der Autor schafft es beeindruckend den Größenwahn des Herrschers über das chinesische Reich zu verdeutlichen, die unbeschreibliche Grausamkeit und die Eitelkeit eines gottgleichen, ja Gott übertrumpfenden Wesens und in manchen Momenten aber auch dessen Verletzlichkeit und Gewöhnlichkeit zu zeigen. Ja, er wirft die Frage im Namen des Kaisers auf, wie unterschiedlich die Wahrnehmung von Zeit sein kann, je nachdem in welcher Situation man sich befindet und wie man diese individuelle Zeit messen könnte.

Ransmayr erschafft seine Romancharaktere aus tatsächlich existierenden Menschen: Der Engländer Cox (1723 – 1800), der in London ungewöhnlich schöne, ausgesprochen wertvolle Uhren erschuf. Und Qiánlóng, der Kaiser von China (1711 – 1799), der in der verbotenen Stadt gottgleich sein Volk regierte. Nur begegnet sind sie sich in Wirklichkeit nie. Doch gelingt es dem Autoren eine Geschichte zu erfinden, die durchaus Geschichte hätte schreiben können.

Aus der Zeit gefallen, märchenhaft und traumwandlerisch liest sich dieses Abenteuer dreier Engländer im Reich der Mitte, immer wieder unterbrochen, durch die grausamen Zeichen der Macht ihres Auftraggebers, des Kaisers. Ransmayrs Sprache gebührt großes Lob. Sie ist es, die diesen Roman trägt und hervorragend macht. In verschachtelten, nach allen Seiten wortreich wuchernden Sätzen trifft er genau die überbordende Art, die in Palästen und Pavillons des Kaisers vorherrscht. Eine Sprache, die den Leser zum Teil der Geschehnisse macht. Jedes Ticken der Uhren, das Vergehen der Zeit wird spürbar. So klar und genau, so unglaublich dicht und poetisch, dass es eine Freude ist. Ein Leuchten!

Der Roman ist mit einem wunderschönen glitzernden mit geprägten chinesischen Schriftzeichen versehenen Umschlag ausgestattet. Er erschien im S. Fischer Verlag.
Weiter Besprechungen finden sich bei Zeichen & Zeitenaus.gelesen und KulturErnten.

Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein Aufbau Verlag

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Berliner Gedanktafel, Wikimedia commons.

Vor einiger Zeit begann Birgit von Sätze & Schätze auf ihrem vielseitigen Blog Lieblingsklassiker von diversen Bloggern unter dem Motto #MeinKlassiker zu sammeln. Mittlerweile ist einiges zusammengekommen. Ich habe über Hans Falladas „Jeder stirbt für sich allein“ geschrieben:

Als Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzens alias Hans Falladas letzter Roman „Jeder stirbt für sich allein“ im Jahr 2002 teils zum ersten Mal ins Englische und weitere Sprachen übertragen wurde, wurde er zum Weltbestseller. Die deutsche Neuauflage der ungekürzten Version auf der Grundlage des Originalmanuskripts kam 2011 auf den Markt und plötzlich wurde Fallada wieder gelesen!

Falladas Romane sind leicht zu lesen, keine Bücher, die sprachlich besonders hervorstechen, aber es sind Geschichten, die mitreißen und deren Stoff auch immer ein Stück deutscher Geschichte aufzeigt. Ob „Kleiner Mann – was nun?“, mit dem er 1932 weltbekannt wurde, ob „Ein Mann will nach oben“ oder „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“, es sind Werke, die Zeiten überdauern und dennoch aktuell sind. Gerade „Jeder stirbt für sich allein“ ist ein einzigartiges Zeitdokument, wurde es doch von einem Schriftsteller geschrieben, der in der Zeit des Nationalsozialismus nicht emigriert war, sondern in Deutschland lebte, wenn auch als `unerwünschter Autor` völlig zurückgezogen im mecklenburgischen Dorf Carwitz.

weiterlesen:
#MeinKlassiker (9): Hans Fallada – und was “Jeder stirbt für sich allein” uns heute noch zu sagen hat — Sätze & Schätze

24.12. Literarische Adventtürchen

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Letztes Adventtürchen … Leuchtende Fest(lese)tage!

Dezember

Schwer der Übergang
Dieser Monat hat seine Wunden

Herzog Dezember
ein Fürst
in unserem Land

Wir dienen ihm
Daß sein Glanz
uns nicht erdrücke
ist unser Gebet

Schnee
uns zu Füßen
Weiße Sterne verbluten

Auch dieser Monat tut weh

Gedicht von Rose Ausländer, aus Monatsgedichte, Heft Dezember, Reclam Verlag

23.12. Literarische Adventtürchen

Kurze Auszüge aus Büchern, die mir am Herzen liegen – Zeilen, Worte, die vielleicht in ein Leserbewusstsein vordringen – Literatur, die etwas zum Leuchten bringt:
Hier sind meine literarischen Adventtürchen, tägliches Licht, bis dann bald auch die Tage wieder länger und heller werden …

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aus dem DADA Almanach: Die Schwalbenhode von Hans Arp, Manesse Verlag, 2016

22.12. Literarische Adventtürchen

Kurze Auszüge aus Büchern, die mir am Herzen liegen – Zeilen, Worte, die vielleicht in ein Leserbewusstsein vordringen – Literatur, die etwas zum Leuchten bringt:
Hier sind meine literarischen Adventtürchen, tägliches Licht, bis dann bald auch die Tage wieder länger und heller werden …

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aus dem Roman „Alle Eulen“ von Filip Florian, Matthes & Seitz Verlag, 2016

21.12. Literarische Adventtürchen

Kurze Auszüge aus Büchern, die mir am Herzen liegen – Zeilen, Worte, die vielleicht in ein Leserbewusstsein vordringen – Literatur, die etwas zum Leuchten bringt:
Hier sind meine literarischen Adventtürchen, tägliches Licht, bis dann bald auch die Tage wieder länger und heller werden …

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aus dem Romanzyklus „Das Büro, Teil 1 Direktor Beerta“ von J. J. Voskuil, meinem diesjährigen Leseleuchtfeuer aus dem Verbrecher Verlag, 2016

20.12. Literarische Adventtürchen

Kurze Auszüge aus Büchern, die mir am Herzen liegen – Zeilen, Worte, die vielleicht in ein Leserbewusstsein vordringen – Literatur, die etwas zum Leuchten bringt:
Hier sind meine literarischen Adventtürchen, tägliches Licht, bis dann bald auch die Tage wieder länger und heller werden …

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aus dem Roman „Schnell, dein Leben“ von Silvie Schenk, Hanser Verlag 2016