Bücher aus unabhängigen Verlagen: Indie-Books als Alternative – Teil 2 Lyrik

Nach Teil 1, in dem ich Prosa aus unabhängigen Verlagen vorstellte, geht es nun weiter mit Lyrik. Es sind 10 entdeckenswerte „Perlen“. Anhand des Links kommt man jeweils zu meiner Besprechung.

Der neue Lyriband von Ulrike Almut Sandig erschien im Schöffling Verlag, Frankfurt am Main und trägt einen wahnsinnig langen Titel: „Ich bin ein Feld voller Raps, verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt“. Anhand des Titels folgt die Aufteilung in Kapitel, die sowohl zeitkritische als auch märchenhafte Gedichte enthalten.

Den Band Taksim Tango aus dem binooki Verlag, Berlin habe ich für fixpoetry.com besprochen. Gerrit Wustmanns Gedichte führen den Leser nach Istanbul und bringen die Stadt auf vielerlei Art nah. Auch aufgrund der aktuellen politischen Situation in der Türkei sehr lesenswert!

Der Klöpfer & Meyer Verlag, Tübingen bringt die Lyrikbände von Walle Sayer seit vielen Jahren heraus. Sayers Miniaturen im Band „Was in die Streichholzschachtel paßte“ ordnen sich keiner Mode unter, sie sind wie Bilder einer Ausstellung – man staunt.

Die kleine Edition Rugerup, Berlin macht ganz wunderschöne Lyrikbände und bringt unter anderem die Gesammelten Gedichte und Tagebücher Olav. H. Hauges heraus. Der Schriftsteller ist in Norwegen einer der bekanntesten. Seine Lyrik speist sich aus der Natur und aus dem geheimen Inneren.

Ein Gesamtkunstwerk ist der Lyrikband des Norwegers Jon Fosse aus dem Kleinheinrich Verlag in Münster. Josef Kleinheinrich verbindet Lyrik mit Kunst und bringt kleine Wunderwerke hervor. Jon Fosses „Diese unerklärliche Stille“ ist zweisprachig und stimmig illustriert.

Im kleinen Dresdner Verlag Edition Azur finden sich zumeist Lyrikbände. Mit Kerstin Beckers Gedichtband „Biestmilch“ begibt sich der Leser auf eine Zeitreise.
Für Berliner: Eine Lesung aus diesem Band findet am 16.12. im Literaturhaus statt.

Carl-Christian Elzes Lyrikband „Diese kleinen, in der Luft hängenden, bergpredigenden Gebilde“ erschien im Verlagshaus Berlin. Hier werden die wunderbaren Gedichte unterstützt durch passende Illustrationen.

Der Lyrikband „minimal“ des Japaner Tanikawa Shuntaro ist ein fernöstlich ästhetisches kleines Wunderwerk. Kluge und durchaus zeitgemäße Gedichte schweben über feinstem Papier. Erschienen ist das Buch im Secession Verlag, Berlin.

Im Wallstein Verlag, Göttingen ist Hendrik Rosts Gedichtband „Das Liebesleben der Stimmen“ erschienen. Ein Dichter der leisen Art, Gedichte mit feinem Klang.

„Nachtbus nach Mitte“ versammelt aktuelle, zeitgenössische Gedichte aus Berlin und vorrangig von Berliner Autoren in vielfältigster Art. Der Band erschien im Verlag für Berlin/Brandenburg.

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2 Gedanken zu “Bücher aus unabhängigen Verlagen: Indie-Books als Alternative – Teil 2 Lyrik

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